Vor 13 Jahren schaffte es Sabrina Mockenhaupt beim Marathon in New York in die Top 10. Jetzt glückt das wieder einer deutschen Leichtathletin. Besonderes geschieht beim Männer-Rennen.
New York (dpa) –
Fabienne Königstein hat beim Marathon in New York als erste Deutsche seit 13 Jahren einen Platz in den Top 10 erreicht. Die Leichtathletin von Hannover 96 belegte beim Rennen in der US-Metropole nach 2:28:49 Stunden den zehnten Rang. Vor Königstein schaffte es Sabrina Mockenhaupt als Siebte vor 13 Jahren letztmals unter die ersten Zehn über die 42,195 Kilometer in New York. Königstein arbeitete sich in der Schlussphase dank einer klugen Renneinteilung Stück für Stück vor.
Bei den Männern ließ Andreas Almgren mit einem beeindruckenden Debüt aufhorchen. Der Schwede, der im September in Kopenhagen überraschend Weltmeister im Halbmarathon geworden war und dabei einen Europarekord aufgestellt hatte, siegte in 2:06:01 Stunden.
Spannendes Frauen-Finale
Den Sieg bei den Frauen machten die beiden Favoritinnen aus Kenia unter sich aus. Im spannenden Finish kam Sheila Chepkirui als Erste im Central Park in Manhattan nach 2:24:36 Stunden ins Ziel. Die Vorjahressiegerin und zweimalige Weltmeisterin Hellen Obiri musste sich nicht nur im Schlusssprint ihrer Landsfrau geschlagen geben, sondern bei nachlassenden Kräften auf den letzten Metern auch noch der Amerikanerin Jessica McClain.
McClain wurde in 2:24:42 Stunden überraschend Zweite. Obiris Zeit betrug 2:24:43 Stunden. Sie hatte im vergangenen Jahr mit einer Siegzeit von 2:19:51 Stunden den 22 Jahre alten Streckenrekord gebrochen und war als erste Frau auf der schweren Strecke in New York unter 2:20:00 geblieben. Die niederländische Olympiasiegerin Sifan Hassan hatte ihre Teilnahme wegen einer Erkrankung absagen müssen.
Männer-Favorit auf Rang vier
Hinter Almgren, der in diesem Jahr in Birmingham auch Europameister über 10.000 Meter geworden war, belegte der dreimalige Europameister Yemaneberhan Crippa aus Italien in 2:06:14 Stunden Rang zwei. Der dritte Platz ging an Kamohelo Mofolo aus Lesotho in 2:06:26 Stunden. Vorjahressieger und Favorit Benson Kipruto aus Kenia musste sich mit dem vierten Rang begnügen.
