Lewis Hamilton würde gerne wieder Weltmeister werden. Kimi Antonelli, sein Nachfolger bei Mercedes, kann es heute schaffen. Im nächsten Jahr könnte Hamilton versuchen, den Italiener zu stoppen.
Mexiko-Stadt (dpa) –
Wenn einem siebenmaligen Formel-1-Weltmeister und 106-maligen Grand-Prix-Gewinner erstmal die Worte fehlen, muss Großes passiert sein. De facto war Lewis Hamiltons Fahrt auf Platz eins in der Qualifikation zum Großen Preis von Mexiko-Stadt nur die 105. Pole seiner Karriere. Dass diese aber mehr bedeutete, war Hamilton anzusehen und dann auch anzuhören.
«Meine erste Pole-Position bei Ferrari zu holen, das versetzt mich einfach zurück in die Zeit, als ich Michael (Schumacher) dabei zugesehen habe, wie er all diese Pole-Positionen und Siege einfuhr, als er bei Ferrari war. Es ist also etwas ganz, ganz Besonderes», sagte Hamilton.
In sein 299. Rennen wird der Brite von Platz eins starten, über hundertmal hat er da schon gestanden. Zum ersten Mal aber mit einem Wagen aus Maranello.
Titelkampf heute Abend beendet?
Theoretisch ist er sogar als WM-Dritter noch im WM-Kampf mit Kimi Antonelli. Doch dürfte der Italiener, der Hamiltons Cockpit bei Mercedes zur Saison 2025 erbte, das heute Abend (21.00 Uhr MEZ/Sky) auch beenden. Platz neun reicht dem 20-Jährigen, um sich zum jüngsten Weltmeister der Formel 1 zu küren.
Auch Teamkollege George Russell, der von Platz zwei in das Rennen auf dem Autódromo Hermanos Rodriguez neben Hamilton starten wird, kann dann nichts mehr ausrichten. Er hat 123 Punkte weniger als Antonelli, Hamilton 124.
Doch um diese WM geht es schon länger nicht mehr für Hamilton. Nach dem demoralisierenden Auftaktjahr im Ferrari mit massiven Selbstzweifeln entwickelte sich 2026 zwar schon deutlich besser. Immer wieder gab es aber auch Rückschläge, für einen echten WM-Kampf reichte es noch nicht.
Hamiltons Vorfreude auf Duelle mit Antonelli
Doch neben dem ersten Sieg in Spanien dürfte vor allem diese Pole die Gier, aber auch die Zuversicht des Briten nach der Rückkehr an die Spitze und auch vor Vorfreude auf den Kampf mit einem neuen Weltmeister bestärken. Antonelli sei in dieser Saison meistens an ihnen vorbeigeflogen auf den Geraden, sagte Hamilton.«Ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft ein paar echte Duelle erleben werden, denn dieses Jahr gab es keine.»
