Die MT Melsungen erlebt im abschließenden Gruppenspiel der Champions League einen Nervenkrimi. Die Nordhessen bestehen diesen und sind weiter.
Skopje (dpa) –
Großer Jubel bei den Handballern der MT Melsungen: Der Bundesligist hat gleich bei seiner Premiere durch das 26:26 (12:14) bei Vardar Skopje den Sprung in die Hauptrunde der Champions League geschafft. Das entscheidende Tor erzielte Florian Drosten sieben Sekunden vor Abpfiff. Durch das Unentschieden belegen die Nordhessen in der Gruppe B den zweiten Platz, der zum Weiterkommen berechtigt.
Schon vorher war klar, dass ein Remis reichte, um aus eigener Kraft in die Hauptrunde einzuziehen. Entsprechend konzentriert startete der Bundesligist in die Partie. Schnell konnte sich Melsungen einen Vorsprung erarbeiten. Allerdings verpassten es die Gäste, diesen auszubauen. Denn ihnen gelang nach einer starken Auftaktviertelstunde sieben Minuten lang kein Tor.
Krimi bis zum Abpfiff
Melsungens Angriffsspiel, das bis dato so gut funktioniert hatte, verpuffte immer wieder. Es fehlten die Tiefe, der Zug zum Tor und die Ideen. Hinzu kam auch noch Wurfpech bei den zahlreichen Pfostentreffern. Glück für die MT, dass auch Skopje Schwächen im Abschluss zeigte und die Partie so zumindest offenblieb.
Dennoch war Melsungen bei Halbzeit ausgeschieden, da im Parallelspiel Wisla Plock gegen den HBC Nantes führte. Nach Wiederanpfiff wollten die Nordhessen dies so schnell wie möglich korrigieren. Und das gelang zunächst auch. Torwart Nebojsa Simic fand in die Partie. Dank seiner Paraden konnte die MT ihr Tempospiel aufziehen und so leichte Tore werfen. Doch erneut fand Skopje Antworten. Die letzte hatten aber die Gäste.
Füchse Berlin nun Hauptrundengegner
In der Hauptrunde spielt Melsungen nur gegen Hochkaräter. Gegner sind Liga-Konkurrent Füchse Berlin, der dänische Meister Aalborg mit Juri Knorr, Frankreichs Champion Paris Saint-Germain sowie Top-Favorit Veszprem aus Ungarn. Plock komplettiert die Gruppe. Die Ergebnisse gegen die Polen werden mitgenommen.
