Fußball

WM 2026: Usbekistans großer Tag, Kolumbiens große Bühne

Fabio Cannavaro wurde als Spieler 2006 Weltmeister. (Archivbild)
Fabio Cannavaro wurde als Spieler 2006 Weltmeister. (Archivbild) – DARRYL DYCK/The Canadian Press/AP/dpa

Historisches Debüt im Estadio Azteca

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 18. Juni 2026, steigt im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt das zweite Gruppenspiel der Gruppe K bei der WM 2026. Usbekistan gegen Kolumbien. Anstoß ist um 4 Uhr deutsche Zeit (20 Uhr Ortszeit). Live zu sehen ist das Spiel unter anderem bei MagentaTV.

Für Usbekistan ist die Begegnung schon vor dem Anpfiff ein historischer Moment: Das Team gehört zu den Debütanten dieser Weltmeisterschaft. Sie reisen unter Cheftrainer Fabio Cannavaro mit viel Enthusiasmus, aber auch begrenzter Turniererfahrung an. Cannavaro, immerhin Weltmeister von 2006, trifft dabei auf ein ambitioniertes Kolumbien, das nach dem Verpassen von Katar 2022 nun auf die Weltbühne zurückkehrt und sich beweisen möchte.

Usbekistan

Usbekistan reist mit einer soliden, vor allem defensiv geprägten Qualifikation an. Das Team steht auf Platz 50 der FIFA-Weltrangliste und hat die historische Qualifikation auf einer bemerkenswert soliden Defensivleistung mit nur 11 Gegentoren in 16 Qualifikationsspielen, der asiatischen Zone, aufgebaut. Offensiv ruhen die Hoffnungen vor allem auf einem jungen Star: Abbosbek Fayzullaev, erst 22 Jahre alt und 2023 von der AFC zum besten Nachwuchsspieler Asiens gewählt. Er liefert den kreativen Funken und erzielte vier Tore in der WM-Qualifikation.

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Die voraussichtliche Startelf lautet Yusupov im Tor, davor Khusanov, Ashurmatov, Nasrullaev und Eshmurodov in der Abwehr, im Mittelfeld Hamrobekov und Khamdamov, davor Fayzullaev, Masharipov und Urunov, und vorne Kapitän Shomurodov als Sturmspitze. Die Vorbereitung verlief durchwachsen, nach einem 3:1-Heimsieg gegen Gabun und einem spektakulären 5:4 gegen Venezuela kassierte Usbekistan zuletzt Niederlagen gegen Kanada (0:2) und die Niederlande (1:2) – ein Hinweis darauf, dass die Mannschaft offensiv Akzente setzen kann, gegen top-organisierte Gegner aber noch defensive Probleme hat.

Kolumbien

Kolumbien gilt als klarer Favorit der Partie und reist mit breiter Brust an. Das Team hat die Copa América 2024 als Finalist beendet und kommt mit einem der stärksten Kader Südamerikas ins Turnier. Offensiv verteilt sich die Torgefahr auf mehrere Schultern, angeführt von Luis Díaz mit sieben Treffern in der Qualifikation, gefolgt von Jhon Córdoba und Luis Suárez mit jeweils vier sowie James Rodríguez mit drei weiteren Toren, darunter zwei vom Elfmeterpunkt.

Die voraussichtliche Aufstellung: Vargas im Tor, davor Muñoz, Sánchez, Lucumí und Mojica in der Abwehr, im Mittelfeld Lerma, Ríos und Kapitän James Rodríguez, vorne Jhon Arias, Córdoba und Díaz. Taktisch dürfte vor allem ein Duell im Mittelpunkt stehen- Kolumbiens 4-3-3 ist darauf ausgelegt Díaz in Eins-gegen-eins-Situationen gegen Abdukodir Khusanov auf der rechten Abwehrseite zu bringen.

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Fazit und Ausblick

Auf dem Papier ist die Rollenverteilung klar: Kolumbien wird bei führenden Wettanbieter mit einer Quote von rund 1,43 bis 1,47 als klarer Favorit gehandelt und auch die taktische Analyse spricht für die Südamerikaner. Usbekistan kassierte in den jüngsten Niederlagen gegen die Niederlande und Kanada jeweils zwei Gegentore, was darauf hindeutet, dass die Defensive über die Flügel durch Qualität verwundbar ist – genau dort, wo Díaz seine größten Stärken hat. Für Usbekistan zählt beim WM-Debüt ohnehin weniger das Ergebnis als die Erfahrung selbst, während Kolumbien seinen Status als einer der gefährlichsten Außenseiter auf dem Weg zum Titel beweisen will. Nach diesem zweiten Spiel der Gruppe K richtet sich der Blick direkt auf die Partie zwischen Portugal und der DR Kongo, die zeitgleich am ersten Spieltag über die Tabellenspitze in der Gruppe mitentscheidet.