Fußball

WM 2026: Showdown in Gruppe B – Wer holt den entscheidenden Punkt?

Vier Teams, vier Punkte, ein offenes Rennen

Die Gruppe B der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist nach dem ersten Spieltag völlig offen. Mit Co-Gastgeber Kanada, Katar, der Schweiz und Bosnien-Herzegowina treffen am 18. Juni gleich zwei Duelle aufeinander, die für alle vier Teams über die weiteren Aussichten im Turnier entscheiden werden. Aus der Gruppe qualifizieren sich mindestens zwei Teams direkt für die K.o.-Phase, zusätzlich kann auch der Drittplatzierte weiterkommen, da bei dieser WM mehrere der besten Gruppendritten ins Achtelfinale einziehen. 

Die aktuelle Tabellensituation

Anders als in vielen anderen Gruppen gibt es nach dem ersten Spieltag in Gruppe B noch keine klare Hierarchie. Nach dem ersten Spieltag liegen alle vier Mannschaften mit jeweils einem Punkt gleichauf, da Katar, die Schweiz, Kanada sowie Bosnien-Herzegowina ihre ersten Spiele allesamt unentschieden beendeten. Diese Ausgangslage sorgt für maximale Spannung am zweiten Spieltag: Da beide jeweils einen Punkt holten, kann der Sieger der Partie Schweiz gegen Bosnien mit ziemlicher Sicherheit schon für die K.o.-Phase planen, während im Anschluss Kanada und Katar um dasselbe Dilemma kämpfen. 

Rückblick: Zwei Unentschieden zum Auftakt

Der erste Spieltag der Gruppe B endete für alle Beteiligten mit geteilten Gefühlen. Katar erzielte gegen Gruppenfavorit Schweiz in der Nachspielzeit ein Tor und holte somit ein 1:1-Remis. Ein bitterer Lohn für die Eidgenossen, die die Partie über weite Strecken dominierten, den Ausgleich aber erst in der 94. Minute kassierten. Parallel dazu lieferten sich Kanada und Bosnien in Toronto ein ebenso enges Duell. Bosnien ging durch einen Kopfballtreffer von Jovo Lukic in der 21. Minute in Führung, agierte in der Folge aber zu passiv und wurde in der 79. Minute von Kanada noch mit dem 1:1-Ausgleich bestraft.

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Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina: Richtungsweisendes Duell in Los Angeles

Im SoFi Stadium in Los Angeles treffen am Donnerstagabend zwei Teams aufeinander, die beide ihre Auftaktergebnisse hinter sich lassen wollen. Die Schweiz reist als klarer Favorit an. Mit Manuel Akanji und Nico Elvedi in der Innenverteidigung sowie Granit Xhaka als Regisseur im Mittelfeld dürfte die Startelf von Trainer Murat Yakin der aus dem Katar-Spiel entsprechen. Breel Embolo, mit 24 Treffern in 86 Länderspielen der erfolgreichste Torschütze der Schweizer Geschichte, bleibt dabei der Hauptanker im Angriff. Die Buchmacher sehen die Rollen klar verteilt: Für einen Sieg der Schweiz gibt es vor Spielbeginn eine Quote von 1,55, während ein Erfolg von Bosnien-Herzegowina mit 5,80 deutlich unwahrscheinlicher gilt. 

Bosnien geht dennoch keineswegs chancenlos in die Partie. Kapitän Sead Kolašinac, der im Auftaktspiel mit einer Klärungsaktion auf der Torlinie Kanadas zweiten Treffer verhinderte, gilt als defensiver Rückhalt der Mannschaft, musste aber humpelnd ausgewechselt werden, was ein Fragezeichen hinter seinen Einsatz setzt. Edin Dzeko, mit 73 Toren in 148 Länderspielen ist die Symbolfigur des Teams, er könnte nach seiner Reservistenrolle gegen Kanada in die Startelf zurückkehren, da die magere Offensivbilanz der Bosnier mehr Durchschlagskraft im Sturm verlangt. Die meisten Prognosen gehen von einem knappen Schweizer Sieg aus, häufig genannt wird ein 2:0-Erfolg der Nation.

Kanada gegen Katar: Der Gastgeber will den ersten Sieg

Wenige Stunden später steht in Vancouver das zweite Spiel des Tages an. Kanada empfängt Katar mit der klaren Ambition, den ersten Dreier des Turniers einzufahren. Nach dem 1:1 gegen Bosnien soll nun vor heimischer Kulisse der erste kanadische Sieg erfolgen. Die Quoten sprechen klar für die Nordamerikaner, die hinter der Schweiz zum Favoritenkreis der Gruppe zählen. Mit Spielern wie Alphonso Davies und Jonathan David verfügt Kanada zudem über internationale Qualität. 

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Katar hingegen reist nach dem überraschenden Punktgewinn gegen die Schweiz mit gestärktem Selbstvertrauen an, bleibt aber der krasse Außenseiter der Gruppe. Katars Bilanz aus der Gruppenphase 2022 mit drei Niederlagen und nur einem erzielten Tor macht das Team weiterhin zu einem echten Underdog. Ein Überraschungscoup gegen Kanada wäre dennoch keine Premiere für die Kataris, die in einem Testspiel 2018 bereits einmal gegen die Schweiz gewinnen konnten. 

Fazit: Was steht für beide Spiele auf dem Spiel?

Für die Schweiz ist die Partie gegen Bosnien praktisch ein Pflichtsieg. Nach dem enttäuschenden Remis gegen Katar würde eine weitere Ergebniskrise die Favoritenrolle der Nati ernsthaft infrage stellen. Für Bosnien-Herzegowina bedeutet Verlieren keine riesige Katastrophe, da das Team anschließenden in ihrem letzten Gruppenspiel gegen Katar gute Chancen auf einen weiteren Punktgewinn hat. Ein Sieg gegen die Schweiz wäre dagegen die große Sensation und würde den direkten Aufstieg nahezu sicherstellen.

Für Kanada ist der Auftritt gegen Katar eine Pflichtaufgabe vor heimischem Publikum. Ein Sieg würde den Co-Gastgeber in die beste Ausgangsposition für das Gruppenfinale gegen die Schweiz bringen und die historisch schwache WM-Bilanz – zwei frühere Teilnahmen ohne einen einzigen Sieg in der Gruppenphase – endlich durchbrechen. Katar hingegen spielt befreit weiter, selbst eine Niederlage würde die Außenseiterrolle nicht überraschen- ein weiterer Punktgewinn hielte die theoretischen Chancen auf einen der besten Gruppendritten jedoch offen. Am Ende dieses Spieltags wird sich zeigen, ob sich die Gruppe B endlich in eine klarere Richtung bewegt oder weiterhin das engste Rennen der gesamten Vorrunde bleibt.

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