Fußball

WM 2026: Dreierpack von Messi schießt Argentinien zum Auftaktsieg

Lionel Messi traf bei seiner sechsten WM gleich zum Auftakt.
Lionel Messi traf bei seiner sechsten WM gleich zum Auftakt. – Tom Weller/dpa

Ein Abend für die Geschichtsbücher

Es war eine Nacht für die WM-Geschichtsbücher: Lionel Messi hat Argentinien im Kansas City Stadium mit einem Dreierpack zu einem deutlichen 3:0-Sieg über Algerien geführt – und dabei gleich zwei persönliche Bestmarken aufgestellt. Vor 69.045 Zuschauern lieferte der 38-Jährige in seinem 200. Länderspiel die wohl perfekteste Antwort auf die Frage, ob der Titelverteidiger auch ohne große Generalprobe ins Turnier finden würde.

Algerien zeigt früh Mut

Trainer Lionel Scaloni schickte sein Team in der bekannten Achse auf den Rasen: Emiliano Martínez im Tor, davor die Viererkette mit Montiel, Romero, Lisandro Martínez und Medina, im Mittelfeld die etablierten Kräfte um Mac Allister und De Paul, während Messi auf der Zehnerposition direkt hinter Lautaro Martínez agierte und Almada als vierter Mann im offensiven Mittelfeld ergänzte. Algerien unter Vladimir Petković verteidigte mit Aït-Nouri als zusätzlicher Absicherung in der Innenverteidigung und setzte vorne auf die Tempo-Variante mit Hadj Moussa und Chaibi auf den Flügeln sowie Gouiri als Spitze.

Der Außenseiter ließ sich von der großen Bühne nicht einschüchtern und hatte gleich zwei frühe Tor Gelegenheiten- zum Schock für den Titelverteidiger. In der 5. Minute lupfte Messi den Ball zwar selbst über Torwart Zidane, stand aber knapp im Abseits. Kurz darauf glaubte Algerien an die Führung, als Fares Chaibi nach einem herrlichen Lochpass von Maza in der 8. Minute traf – doch auch dieser Treffer wurde wegen Abseits zurückgenommen.

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Messi übernimmt die Kontrolle

Die wirkliche Führung ließ nicht lange auf sich warten: In der 17. Minute zog Messi aus rund 20 Metern ab und bezwang Algeriens Keeper Zidane zum 1:0. Danach übernahm Argentinien zunehmend die Kontrolle, ohne den Vorsprung vor der Pause weiter auszubauen.

Nach dem Seitenwechsel kam Algerien zunächst mit frischem Schwung aus der Kabine, doch die gefährlichste Offensivaktion gehörte erneut Messi, dessen Schlenzer knapp das Tor verfehlte. Nur drei Minuten später scheiterte Lautaro Martínez nach Steckpass von Messi am algerischen Schlussmann. Der zweite Treffer fiel in der 60. Minute: Nach einem Abwehrfehler von Mandi landete der Ball bei Mac Allister, dessen Distanzschuss Zidane nach vorne abprallen ließ – Messi stand goldrichtig und schob zum 2:0 ein. In der 76. Minute machte der Kapitän nach Vorlage von Nicolás González mit dem 3:0 seinen Dreierpack komplett, bevor ihn Scaloni unter großem Applaus auswechselte.

Aufstellungen im Überblick

Argentinien (4-3-1-2):

 E. Martínez – Montiel, Romero, L. Martínez, Medina – Mac Allister, Enzo Fernández, De Paul – Messi – Almada, Lautaro Martínez

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Algerien (4-3-3):

 Zidane – Aït-Nouri, Mandi, Bensebaini, Belghali – Bentaleb, Aouar, Boudaoui – Hadj Moussa, Gouiri, Chaibi

Statistik-Highlights

Der Abend hatte historische Dimension. Messi avancierte zum ersten Spieler, der bei sechs Weltmeisterschaften auf dem Platz stand. Mit seinem dritten Tor des Abends zog er außerdem mit nun 16 WM-Toren mit dem bisherigen Rekordhalter Miroslav Klose gleich. Argentinien kam auf 52 Prozent Ballbesitz, bei den Torschüssen aufs Tor stand es jedoch sechs zu null für die Südamerikaner- Algerien blieb trotz mutigem Auftreten ohne einen einzigen Schuss aufs gegnerische Tor.

Fazit: Was bedeutet das für beide Teams?

Für Argentinien ist der Auftaktsieg eine klare Kampfansage in der Mission Titelverteidigung. Die Dominanz nach dem frühen Gegentreffer zeigt, dass die Mannschaft auch unter Druck die Nerven behält – ein gutes Zeichen für die kommenden, etwas schwierigeren Spielen gegen Österreich und Jordanien.

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Für Algerien überwiegt trotz der klaren Niederlage eine gewisse Genugtuung über die mutige erste Spielhälfte. Zwei zunächst bejubelte, aber wegen Abseits zurückgenommene Tore zeigen, dass der Außenseiter durchaus in der Lage war, den Titelverteidiger zu ärgern – am Ende fehlte aber die nötige Cleverness in den entscheidenden Szenen.