Fußball

WM 2026: Deutschland startet mit 7:1 gegen Curaçao

Was für ein Gewinn für die deutsche Nationalmannschaft!

 Im Eröffnungsspiel der Gruppe E traf das DFB-Team, geleitet von Bundestrainer Julian Nagelsmann, am Sonntagabend im NRG-Stadium in Houston auf den WM-Debütanten Curaçao. Angeführt von Kapitän Joshua Kimmich, der bei dieser WM bereits sein drittes Turnier für Deutschland bestreitet, kam das Deutsche National- Team voller Stolz auf den Rasen. Von Beginn an ließ die deutsche Mannschaft keinen Zweifel daran, wer hier der klare Favorit ist. Am Ende stand ein deutliches 7:1 für Deutschland, mit Toren von Nmecha, Schlotterbeck, Havertz (2), Musiala, Brown und Undav. Für Curaçao traf L. Comenencia zum zwischenzeitlichen Ausgleich, ein Tor welches für einige Tränen im Stadion sorgte.

Aufbau und erste Halbzeit

Deutschland legte druckvoll los und kam bereits in der fünften Minute durch einen geblockten Schuss von Jamal Musiala zu einer ersten guten Tor-Möglichkeit. Kurz darauf wurde die Führung dann zur Realität: Nach einem Doppelpass mit Florian Wirtz brachte Felix Nmecha den Ball überlegt in die lange Ecke zum 1:0 (6. Minute).

Doch so reibungslos lief es für die DFB-Elf nicht weiter. Curaçao zeigte sich kämpferisch und sorgte für einen echten Schreckmoment: Comenencia glich in der 21. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 aus – ein Moment, der die Karibik-Insel und ihre Fans kurz von einer kleinen Sensation träumen ließ.

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Deutschland ließ sich davon aber nicht beirren und reagierte schnell. Nach einer Eckball-Flanke von Nathaniel Brown stieg Nico Schlotterbeck am ersten Pfosten am höchsten und köpfte zur erneuten Führung ein (38. Minute) – das 2:1. Und es kam noch besser für die Deutschen Elf: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gab es ein Elfmeter, nachdem Nmecha im Strafraum von Bazoer gefoult worden war. Kai Havertz trat an, ließ sich Zeit und verwandelte platziert ins linke Eck zum 3:1 (45.+5). Mit diesem komfortablen Vorsprung ging es in die Kabine – eine Halbzeit mit Höhen und Tiefen, am Ende aber klar in deutscher Hand.

Zweite Halbzeit: Torfestival in Houston

Die zweite Hälfte begann und wie die erste endete sie mit deutschem Offensivdrang. Schon kurz nach dem Wiederanpfiff schlug Deutschland erneut ein: Kimmich steckte den Ball perfekt auf Musiala durch, der aus spitzem Winkel unhaltbar zum 4:1 traf (47. Minute) – sein erstes WM-Tor überhaupt.

Danach übernahm Deutschland komplett die Kontrolle. Leroy Sané vergab freistehend vor Torhüter Eloy Room die Chance zum 5:1, blieb damit aber an diesem Abend glücklos und ohne Torbeteiligung. In der 64. Minute gab es einen Wechsel: Musiala, der nach einem Foul angeschlagen wirkte, wurde durch Deniz Undav ersetzt – eine Maßnahme, die sich als goldrichtig erweisen sollte.

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Undav brauchte nicht lange, um sich in das WM einzubringen, mit einem sehenswerten Hacken-Assist bediente er Nathaniel Brown, der zum 5:1 erhöhte. Curaçao versuchte zwar weiterhin, Nadelstiche zu setzen – Leandro Bacuna köpfte nach einer Freistoßflanke knapp über das Tor –, doch die Konzentration beim Gegner ließ spürbar nach.

Der eingewechselte Undav legte selbst noch nach: In der 78. Minute sorgte er mit dem 6:1 für die nächste Schippe. Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut Havertz: Nach einem Ballgewinn von Leon Goretzka schickte Undav Havertz in die Tiefe, der Stürmer blieb allein vor Torhüter Room eiskalt und lupfte den Ball in der 88. Minute zum 7:1-Endstand ins Netz – sein zweites Tor des Abends.

Statistik-Highlights

Bei 27 Torschüssen für Deutschland gegenüber nur 8 für Curaçao spiegelt die Schussstatistik die klare Dominanz wider. Kai Havertz wurde mit seinen zwei Treffern völlig verdient zum Spieler des Spiels gekrönt. Mit diesem Sieg zog Deutschland in der ewigen WM-Torrangliste an Brasilien vorbei und steht nun mit 239 Turniertoren an der Spitze, einen vor den Brasilianern mit 238.

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Fazit: Was bedeutet das für beide Teams?

Für Deutschland ist dieser Auftaktsieg ein echtes Statement – und historisch noch dazu: Es ist der zweithöchste WM-Sieg in der deutschen Geschichte, übertroffen nur vom legendären 7:1 im Halbfinale 2014 gegen Brasilien und dem 8:0 zum Auftakt 2002 gegen Saudi-Arabien. Es ist der erste Sieg im WM-Auftaktspiel für das DFB-Team seit 2014. Nach den enttäuschenden Vorrundenausscheidern 2018 und 2022 setzt der DFB ein deutliches Signal, dass diese Mannschaft anders auftreten will und wird.

Für Curaçao, das kleinste Land, das je an einer WM teilgenommen hat, war es trotz dem Verlust kein Tag zum Vergessen. Auch die geschlagene Mannschaft erntete viel Lob, Marca schrieb, Curaçao habe alles gegeben, was es hatte, doch wie erwartet habe das nicht gereicht. Trainer Dick Advocaat, der erfahrene Niederländer an der Seitenlinie der Karibik-Insel, sah sein junges Team vor allem in der ersten Halbzeit gut mithalten – vor allem in den Zweikämpfen war Curaçao stets präsent und kam überraschend zum 1:1, bevor die individuelle Klasse der deutschen Mannschaft am Ende den Unterschied machte.

Beide Teams müssen nun schnell den Blick nach vorne richten: Deutschland trifft am kommenden Samstag um 22:00 Uhr deutscher Zeit auf die Elfenbeinküste, während Curaçao bereits vier Stunden später, also nachts um 2 Uhr, gegen Ecuador gefordert ist. Für Nagelsmanns Elf war dies ein perfekter Start – die wirklich harten Prüfungen kommen aber erst noch. Deutschland ist stolz auf ihre Mannschaft!