Fußball

Vier Spiele, null Gegentore – kann England Mexikos Mauer brechen?

England muss auf 2.200 Metern liefern 

Im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt treffen in der Nacht von Sonntag auf Montag, dem 6. Juli 2026, Mexiko und England im WM-Achtelfinale aufeinander. Anstoß ist um 02:00 Uhr deutsche Zeit – wobei eine Vorverlegung wegen schwerer Gewitterwarnungen im Raum steht. Das Spiel ist exklusiv bei MagentaTV zu sehen – im deutschen Free-TV läuft es leider nicht.

Mehr Kulisse geht nicht. Das Aztekenstadion, das legendärste Stadion der Fußballwelt, ist heute Abend Schauplatz eines der größten Duelle dieser WM. Mexiko – vier Spiele, vier Siege, kein Gegentor – empfängt England auf über 2.200 Metern Höhe vor 87.000 rasenden Fans. Harry Kane gegen die beste Defensive des Turniers. Der Sieger trifft im Viertelfinale auf den Gewinner aus Portugal gegen Spanien.

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Mexiko

Vier Spiele, vier Siege, acht Tore, null Gegentreffer – Mexiko ist das einzige Team dieses Turniers, das noch kein Gegentor kassiert hat. Unter Trainer Javier Aguirre marschierte El Tri durch die Gruppe: 2:0 gegen Südafrika, 1:0 gegen Südkorea, 3:0 gegen Tschechien. Im Sechzehntelfinale kam Ecuador und verlor mit 2:0. Die Defensive um Kapitän Edson Álvarez und Innenverteidiger Johan Vásquez steht wie eine Mauer.

Offensiv ist Julián Quiñones das Gesicht dieses Turniers für Mexiko – drei Tore, eine Vorlage in vier Spielen, damit übertrumpft er den mexikanischen WM-Rekord für Torbeteiligungen. An seiner Seite Routinier Raúl Jiménez, der in jedem Gruppenspiel traf. Dazu kommt der größte Joker- das Aztekenstadion selbst, Mexiko hat in 89 Pflichtspielen in dieser Arena erst zweimal verloren. Die Engländer mussten bereits wegen der Höhe früher anreisen, sie wissen nicht was für eine lebendige Atmosphäre sie in Mexiko-Stadt erwartet.

Voraussichtliche Aufstellung Mexiko (4-3-3):

Rangel – Sánchez, Montes, Vásquez, Gallardo – Romo, Álvarez, Lira – Alvarado, Jiménez, Quiñones

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England

England hat dieses Turnier noch nicht wirklich im Griff. Das 4:2 gegen Kroatien zum Auftakt war überzeugend, dass 0:0 gegen Ghana enttäuschend. Der 2:0-Sieg gegen Panama sicherte den Gruppensieg. Doch das Sechzehntelfinale gegen die DR Kongo war ein Schock: England lag ab der siebten Minute zurück und brauchte bis zur 75. Minute, um durch Kane zu drehen. Dessen Doppelpack rettete Tuchels Team. Mit nun 13 WM-Toren insgesamt hat Kane damit Pelé in der ewigen Torschützenliste überholt.

Bellingham ist der Taktgeber, Kane der Vollstrecker, aber die Defensive bleibt die offene Flanke. Declan Rice ist nach Muskelproblemen angeschlagen, Henderson und Mainoo stehen als Alternativen bereit. Noni Madueke dürfte auf rechts starten, Anthony Gordon nach seiner starken Einwechslung gegen Kongo auf links – Rashford wartet auf seine Chance. Bukayo Saka verwaltet weiterhin ein Achillessehnen-Problem und ist fraglich.

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Voraussichtliche Aufstellung England (4-2-3-1):

Pickford – Spence, Konsa, Guéhi, O’Reilly – Rice, Anderson – Madueke, Bellingham, Gordon – Kane

Rückblick

Mexiko und England sind sich bei einer WM noch nie begegnet – das Aztekenstadion wird heute Abend Schauplatz des ersten WM-Duells beider Nationen. Was es gibt: eine lange Rivalität und ein berühmtes Kapitel im selben Stadion. 1986 bezwang Diego Maradona im Aztekenstadion England im Viertelfinale – einmal mit der Hand, einmal mit dem Dribbling des Jahrhunderts. Heute kehrt der legendärste Schauplatz der WM-Geschichte zurück auf die Bühne. Mexiko und England treffen erstmals aufeinander – mit Kane, Bellingham und 87.000 Fans, die beide Mannschaften in verschiedene Richtungen treiben.

Fazit

England ist individuell leicht favorisiert, aber die Umstände sprechen eindeutig für Mexiko. 2.200 Meter Höhe, 87.000 Fans und eine Defensive ohne Gegentor: Das ist die härteste Prüfung für Tuchels Mannschaft in diesem Turnier bisher. Kane in Form ist kaum aufzuhalten – doch Mexikos Abwehr hat in vier Spielen noch nie nachgegeben. Wenn Rice angeschlagen ist und Bellingham isoliert wird, kann England seine individuelle Klasse nicht ausspielen. Wenn Kane früh trifft, öffnet sich das Spiel. Aguirre hat recht: Die Mannschaft, die weniger Fehler macht, gewinnt. Im Aztekenstadion, bei Gewittern und in der Höhe, macht England erfahrungsgemäß mehr Fehler als gewöhnlich.