Toronto – Mehr als nur eine Gastgeberstadt
Toronto liegt am Nordufer des Ontariosees und ist das finanzielle und kulturelle Herz Kanadas. 250 Ethnien leben insgesamt in Toronto und mehr als die Hälfte der Stadtbewohner wurde nicht in Kanada geboren. Bezahlt wird mit kanadischem Dollar (CAD), die Zeitzone ist Eastern Time (sechs Stunden hinter Mitteleuropa), und Einreisende aus der EU benötigen lediglich eine elektronische Reisegenehmigung (eTA). Toronto gilt als eine der sichersten und saubersten Großstädte Nordamerikas und besitzt die viertgrößte Skyline des Kontinents.
Das Wetter im Juni ist angenehm, zwischen 20 und 28 Grad, manchmal mit kurzen Regenschauern, die aber schnell vorbei gehen. Kein Vergleich zu der Gluthitze von Monterrey oder Miami. Der Ontariosee sorgt für eine durchgehende leichte Brise, die das Stadion am Wasser erfrischend macht. Toronto ist damit einer der klimatisch entspanntesten Spielorte der gesamten 2026 WM.
Wussten Sie, dass Toronto die einzige WM-Gastgeberstadt ist, in der Kanadas Nationalmannschaft ihr erstes Heimspiel bei einer Herren-WM überhaupt bestreitet? Ein historischer Moment für das ganze Land!
Das Stadion – Jetzt offiziell: Toronto Stadium
Das BMO Field in Exhibition Place hört während der WM auf seinen bekannten Sponsorennamen zu benutzen, aus dem BMO Field wird das „Toronto Stadium“. Vertrautes FIFA-Procedere und bekannte Logik- Konflikte mit offiziellen WM-Sponsoren sollen vermieden werden.
Das Stadion liegt direkt am Wasser, nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt, und war Kanadas erstes fußballspezifisches Stadion. Für die WM wurde es umfangreich modernisiert: Über 17.000 neue Plätze bringen das jetzige Fassungsvermögen auf 45.736 Zuschauer. Die Tribünen fallen steil ab was bedeutet das der Blick von jedem Platz auf den Rasen nah und direkt ist, eine Atmosphäre, die sich vom ersten Anpfiff an spürbar macht. Das wahre Wahrzeichen des Stadions ist aber die Skyline, der CN-Tower ragt hinter den Rängen in den Himmel. Kaum ein anderes WM-Stadion verbindet Großstadtflair und Stadionerlebnis so unmittelbar.
Die Spiele und die Gruppen
2026 ist das erste WM-Turnier mit 48 Teams, verteilt über drei Länder (Kanada, USA und Mexiko). Toronto richtet sechs Spiele aus: fünf Gruppenspiele und ein Achtelfinale, insgesamt vom 12. Juni bis zum 2. Juli.
Der Plan:
- Juni:Kanada vs. Bosnien-Herzegowina (das historische Heimspiel)
- Juni:Ghana vs. Panama
- Juni: Deutschland vs. Elfenbeinküste
- Juni:Panama vs. Kroatien
- Juni:Senegal vs. Irak
- Juli:Achtelfinale
Das Highlight ist offensichtlich Kanada vs. Bosnien-Herzegowina am Eröffnungstag. Aber das Spiel Deutschland vs. Elfenbeinküste am 20. Juni hat das Zeug, das Stadion in zwei gleich laute Hälften zu teilen und für viel Aufregung zu sorgen. Für deutsche Fans ist Toronto nach New York das international bekannteste und beliebteste Reiseziel der WM-Gruppe. Wer hier hinreist, trifft Gleichgesinnte aus aller Welt und viele Deutsche Fans.
Fans – Wen trifft man in Toronto?
Kanadische Fans
Toronto ist nicht nur die Gastgeberstadt, sondern sie eröffnen und spielen ihr erstes Spiel im Heimstadion. Kanadische Fans werden nicht jubeln – sie werden explodieren. Das Land wartet seit 1986 auf diesen Moment. Wer den 12. Juni erlebt, erlebt kollektive Katharsis.
Deutsche Fans
Die deutschen Fans reisen zahlreich, organisiert und bereit, sie sind erfahren, lautstark und treu. Bei einem Spiel gegen die Elfenbeinküste werden sie locker die halbe Arena füllen und aktiv ihre Mannschaft anfeuern.
Ghanaische und Ivorische Fans
Diese Fangruppen bringen Westafrika nach Kanada: Trommeln, Trikots in allen Farben der Nationalflaggen, Gesänge die keine Pause kennen. Wer das erste Mal eine westafrikanische Fangemeinde bei einer WM erlebt, vergisst es nicht.
Europäische Diaspora
Durch die riesigen Einwanderergemeinschaften aus Portugal, Italien, Polen und der Ukraine fühlt sich Toronto bei vielen Spielen fast wie ein europäischer Austragungsort an. Die portugiesische Community gehört zu den größten außerhalb Portugals.
Nach dem Spiel – Toronto bei Nacht
Sports Bars & Screening
King Street West und das Entertainment District sind die erste Adresse nach dem Abpfiff für die meisten Kanader. Die Real Sports Bar & Grill direkt neben der Scotiabank Arena ist einer der größten Sportbars Nordamerikas- riesige Bildschirme, hunderte Plätze und alle Spiele des Tages füllen die Räume. Dutzende weitere Bars übertragen auch parallel die Spiele, von der Craft-Beer-Kneipe bis zur Rooftop-Bar mit Blick auf den CN-Tower.
Restaurants
Toronto ist eine der besten Foodie-Städte der Welt was stark mit seiner geprägten Einwanderungsgeschichte zu tuen hat. Poutine (Pommes mit Käse-Curds und heißer Soße) ist der klassische Einstieg in die ‚Kanadische‘ Küche. Toronto ist außerdem von vielen charmanten ‚Länder‘ Vierteln geprägt wie zum Beispiel China Town oder Little Portugal, diese Orte hängen tief mit der Geschichte von ihren zugewanderten Einwohnern zusammen. Budget: 20–50 CAD für ein gutes Abendessen, je nach Viertel.
Kensington Market ist ein offener Markt in der Innenstadt wo Street Food, aus zwanzig Küchen der Welt, auf engem Raum für unter 15 CAD zu haben ist. Die Atmosphäre ist dichter als alles, was ein Reiseführer beschreiben kann.
Clubs
Little Italy bietet Non-Stop Nightlife bis in den frühen Morgen an. Für elektronische Musik geht man ins Entertainment Distrikt, und wer es ruhiger mag, findet in Leslieville eine entspanntere Bar-Szene mit echterem Publikum und ohne Türsteher-Theater.
Celebrities
Toronto ist die Heimat von Drake und eines der wichtigsten Zentren der nordamerikanischen Musik- und Filmindustrie. Während des Turniers werden zahlreiche Prominente erwartet, NBA-Stars der Toronto Raptors sowie Musiker und Schauspieler gehören regelmäßig zu den Gästen großer Sportveranstaltungen in der Stadt.
Egal ob Ticket oder nicht
Das offizielle FIFA Fan Festival findet am Fort York und The Bentway statt- einem umgebauten Stadtpark, der sich vor langer Zeit zu einem kulturellen Treffpunkt entwickelt hat. Riesenleinwände übertragen alle Spiele, der Eintritt ist kostenlos und Essen aus aller Welt ist selbstverständlich.
Wer zwischen den Spielen Zeit hat, sollte einen CN-Tower besuch nicht auslassen. Mit 553 Metern höhe war er lange das höchste freistehende Bauwerk der Welt- der Blick von oben über den Ontariosee und die Innenstadt ist ein wahres Erlebnis
Die Harbourfront am Ontariosee wird während des Turniers zur öffentlichen WM-Zone. Wer Toronto wirklich spüren möchte, komm hier hin: mit einem Caesar in der Hand, dem CN-Tower im Rücken, einem Spiel auf dem Bildschirm und fünfzig Nationen um sich herum. Das ist nicht Kanada als Idee. Das ist Kanada in Echtzeit.
