Fußball

Schweiz gegen Kolumbien- Vancouver schreibt das letzte Kapitel des Achtelfinales

Manzambi musste einen Tag vor dem WM-Achtelfinale gegen Kolumbien das Training abbrechen.
Manzambi musste einen Tag vor dem WM-Achtelfinale gegen Kolumbien das Training abbrechen. – Peter Klaunzer/Keystone/dpa

Xhaka gegen Diaz im BC Place

Im BC-Place in Vancouver treffen am heutigen Dienstag, dem 7. Juli 2026, die Schweiz und Kolumbien im WM-Achtelfinale aufeinander. Anstoß ist um 22:00 Uhr deutsche Zeit. Das Spiel ist live in der ARD sowie bei MagentaTV zu schauen.

Zwei Gruppensieger, beide noch ungeschlagen, beide ohne Gegentor im Sechzehntelfinale und doch beide grundverschieden. Die Schweiz spielt ihr drittes Spiel in Vancouver und kennt das BC-Place wie kein anderes Team dieses Turniers. Kolumbien bringt die stabilste Defensive des gesamten Turniers mit. Der Sieger trifft im Viertelfinale auf Argentinien oder Ägypten.

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Schweiz

Die Schweiz beendete die Gruppe B mit sieben Punkten auf dem ersten Platz und feierte in vier WM-Spielen drei Siege bei einem Unentschieden. Im Sechzehntelfinale war das BC-Place dann Schauplatz des ersten Schweizer K.-o.-Sieges seit 1954: Breel Embolo traf bereits in der zehnten Minute, Dan Ndoye legte kurz nach der Pause nach – 2:0 gegen Algerien.

Der Shootingstar dieses Turniers ist Johan Manzambi – der junge Flügelspieler hat in den bisherigen Spielen aufgezeigt und dürfte auch heute wieder eine Schlüsselrolle einnehmen. Allerdings gibt es Personalsorgen: Manzambi fehlt mit einer Knieverletzung, Aebischer und Jaquez haben muskuläre Probleme. Damit fällt ausgerechnet der Unterschiedsspieler aus. Xhaka dirigiert das Spiel aus dem defensiven Mittelfeld mit der Ruhe, die in K.-o.-Spielen gefragt ist – er kommt bei seiner vierten Weltmeisterschaft auf 150 Länderspiele. Manuel Akanji, Abwehrpfeiler bei Inter Mailand, sorgt für Stabilität am Ball sowie in der Luft.

Voraussichtliche Aufstellung Schweiz (4-2-3-1):

Kobel – Zakaria, Elvedi, Akanji, R. Rodríguez – Xhaka, Freuler – Ndoye, Amdouni, Vargas – Embolo

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Kolumbien

Kolumbien dominierte die Gruppe K mit sieben Punkten, besiegte am ersten Spieltag Usbekistan mit 3:1 dank eines Tores und einer Vorlage von Luis Díaz, setzte sich anschließend 1:0 gegen die DR Kongo durch, bevor ein torloses Remis folgte. Im Sechzehntelfinale schaltete Kolumbien Ghana mit einem 1:0 aus – Jhon Arias traf in der 14. Minute, die defensive Stabilität des Turniers wurde damit untermauert: nur ein Gegentor in vier WM-Spielen.

Luis Díaz ist der gefährlichste Spieler im kolumbianischen Kader. Er kam in dieser Saison für den FC Bayern München auf 26 Tore und 19 Vorlagen in 51 Einsätzen, was ihm gegen Ghana die Auszeichnung als bester Spieler der Partie einbrachte. Kapitän James Rodríguez bestreitet bei 130 Länderspielen seine vierte Weltmeisterschaft und will endlich wieder ein Viertelfinale erreichen, das Kolumbien zuletzt 2014 in Brasilien schaffte.

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Voraussichtliche Aufstellung Kolumbien (4-3-3):

Vargas – Muñoz, Sánchez, Lucumí, Mojica – Lerma, Puerta, Arias – J. Rodríguez, Suárez, Díaz

Rückblick

Die Schweiz und Kolumbien trafen bislang viermal aufeinander – die Bilanz fällt klar zugunsten Kolumbiens aus: zwei kolumbianische Siege, ein Unentschieden, nur ein Schweizer Erfolg. Das einzige WM-Duell fand am 26. Juni 1994 statt, als Kolumbien in der Gruppenphase mit 2:0 gewann. Damals schied Kolumbien dennoch in der Vorrunde aus – die Schweiz zog als Gruppenzweiter weiter. 32 Jahre später treffen beide Teams erstmals wieder bei einer WM aufeinander – diesmal mit weitaus mehr auf dem Spiel.

Fazit

Auf dem Papier ist es ein Duell zweier ebenbürtiger Teams. In der Praxis hat Kolumbien mit Díaz die beste Einzelwaffe beider Mannschaften und eine Defensive, die in diesem Turnier noch kein K.-o.-Gegentor kassiert hat. Die Schweiz hingegen kennt das BC-Place in- und auswendig und hat mit Embolo, Ndoye und Xhaka genügend Qualität, um jeden Gegner zu schlagen. Manzambis Ausfall schmerzt – er war der entscheidende Faktor gegen Algerien. Wenn die Schweiz ihn nicht kompensieren kann und Díaz seinen Rhythmus findet, könnte Kolumbien den nächsten Schritt machen. Andererseits: Wer drei Spiele in Vancouver gespielt hat, hat einen Heimvorteil der besonderen Art.