Mit Sandro Wagner hat Hannover 96 einen sehr namhaften Trainer in die 2. Bundesliga geholt. Wer bei seiner Vorstellung aber großes Selbstbewusstsein und starke Sprüche erwartete, täuschte sich.
Hannover (dpa) –
Sandro Wagner geht seinen neuen Trainerjob bei Hannover 96 betont sachlich und geerdet an. Während seine Zeit beim FC Augsburg vor allem mit einigen Sprüchen und seinem selbstbewussten Auftreten verknüpft wird, führte sich der 38-Jährige in Hannover eher zurückhaltend ein.
«Ich bin ein Arbeiter. Und ich versuche, mich immer zu reflektieren», sagte Wagner bei der Vorstellung in der Heinz von Heiden Arena. «Eine Reflexion ist für einen 38-Jährigen immer da. Es waren sicherlich Sachen in der Vergangenheit, die nicht gut waren. Es waren aber auch Sachen, die gut waren. Jetzt habe ich Bock, da drüben loszulegen.»
Zehn Monate nach seinem Aus in Augsburg sieht der ehemalige Spieler und Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft in dem Wechsel in die 2. Bundesliga keinen persönlichen Abstieg. «Wenn man schaut: Hier sind immer über 40.000 Zuschauer. Das ist ein Traditionsverein. Da denkt man sich schon: Wow, das hat schon eine Power», sagte Wagner.
