Fußball

England gegen Ghana – Three Lions wollen Gruppensieg klarmachen

Harry Kane und Jude Bellingham wollen auch gegen Ghana treffen. (Archivbild)
Harry Kane und Jude Bellingham wollen auch gegen Ghana treffen. (Archivbild) – Daniel Mcgregor-Huyer/ZUMA Press Wire/dpa

Duell der Auftaktsieger in Boston

Am Dienstag, dem 23. Juni 2026, kommt es im Gillette Stadium in Foxborough, Boston zum Duell der beiden Auftaktsieger in Gruppe L. England gegen Ghana. Anstoß ist um 22 Uhr deutsche Zeit. Das Spiel ist live in der ARD sowie bei MagentaTV zu sehen.

Beide Teams reisen mit drei Punkten nach Boston und wissen: Wer heute gewinnt, hat den Einzug ins Sechzehntelfinale so gut wie sicher. Was am zweiten Spieltag eigentlich noch zu früh für ein Gruppenfinale wäre, fühlt sich jedoch genau danach an. England zog mit einem 4:2 gegen Kroatien die Aufmerksamkeit auf sich, Ghana ließ sich gegen Panama etwas mehr Zeit- aber am Ende standen ebenfalls drei Punkte. Carlos Queiroz, der erst im April das Traineramt übernommen hat, weiß genau, was auf seine Black Stars wartet. Und sagt trotzdem: Man ist hier, um Fußball zu spielen- nicht um zu verlieren.

England

Thomas Tuchels Three Lions starteten gegen Kroatien mit einer Machtdemonstration in das Turnier. Harry Kane traf doppelt, Jude Bellingham und Marcus Rashford legten je einen Treffer nach, 4:2 und kein Zweifel an der Favoritenrolle. England verfügt über Spieler bei Bayern München, Real Madrid, Arsenal und Manchester City und gilt als einer der ernsthaftesten Titelkandidaten der WM 2026.

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Der einzige Diskussionspunkt vor dem Ghana-Spiel: Tuchel könnte einige Positionen rotieren. In der Innenverteidigung könnte Marc Guéhi neben Ezri Konsa rücken, nachdem Routinier John Stones gegen Kroatien den Vorzug erhalten hatte. Ansonsten dürfte die Stammelf weitgehend unverändert bleiben.

Voraussichtliche Aufstellung England (4-3-3):

Pickford – James, Konsa, Stones, O’Reilly – Rice, Bellingham, Eze – Saka, Kane, Rashford

Ghana

Ghana kehrt nach dem Vorrunden-Aus 2022 mit Entschlossenheit zurück. Die WM-Qualifikation lief makellos: 16 Tore, nur ein Gegentor in sechs Spielen, Gruppensieger unter Otto Addo. Nach zwei Testspielniederlagen gegen Österreich (1:5) und Deutschland (1:2) musste Addo seinen Hut nehmen, Queiroz übernahm kurzfristig. Der Portugiese, bekannt für taktische Disziplin und defensives Kompaktspiel, stellte Ghana gegen Panama mit einem tiefen Block auf. Caleb Yirenkyi, der jüngste Spieler in der Mannschaft traf in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 1:0 – kein Schönheitssieg, aber drei Punkte.

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Personell gibt es eine erzwungene Änderung im Tor, Stammtorwart Lawrence Ati-Zigi schied gegen Panama verletzt aus und fällt aus. Benjamin Asare übernimmt. Thomas Partey fehlte bereits beim Auftakt wegen Visaproblemen und bleibt weiterhin außen vor.

Voraussichtliche Aufstellung Ghana (4-3-3):

Asare – Senaya, Adjetey, Opoku, Mensah – Owusu, Yirenkyi, Semenyo – Sulemana, Ayew, Nuamah

Rückblick: Die WM-Auftakte

England zeigte gegen Kroatien, was ihr Team kann: offensiver Mut, individuelle Klasse und Torgefahr aus mehreren Positionen. Die zwei Gegentore sind der einzige Wermutstropfen – Trainer Tuchel wird die defensive Stabilität gegen Ghana einfordern müssen. Ghana wiederum arbeitete gegen Panama hart für den Sieg. 38 Prozent Ballbesitz, 7:11 Torschüsse – der knappe Erfolg war glücklich. Gegen England liegt die Latte ungleich höher. Die Testspielniederlagen gegen Österreich und Deutschland haben gezeigt, wo die Grenzen des Teams liegen. Aber Queiroz hat aus Panama-Spiel ein Zu-Null gemacht – das erste für Ghana seit 2010.

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Übrigens: England und Ghana standen sich bei einer WM bislang noch nicht gegenüber. Das erste offizielle WM-Duell beider Nationen findet heute in Boston statt.

Fazit

England ist der klare Favorit – mit Kadertiefe, Turnierform und einem Sturmtrio der Weltklasse. Doch Ghana ist nicht Panama. Queiroz‘ diszipliniertes System kann England unbequem machen, und die Black Stars haben bei Weltmeisterschaften eine Tradition, über sich hinauszuwachsen. Ein Punkt könnte Ghana rechnerisch sogar ins Sechzehntelfinale bringen. Die eigentliche Frage lautet: Findet England die Lücken im ghanaischen Team– oder muss Kane erneut als Einzelkämpfer liefern?