Oft mit Maske unterwegs: Franziska Preuß. (Archivbild)

Das Tragen einer Maske selbst bei einer olympischen Medaillen-Party ist für Franziska Preuß überhaupt kein Problem. «Ich glaube, da gibt es Schlimmeres», sagte die Biathlon-Weltmeisterin der ARD. In den sozialen Medien hatte es in den vergangenen Tagen viele Fragen und Kommentare gegeben, weil Preuß und der Rest des Teams mit Mund-Nasen-Schutz zu sehen waren, als sie in Antholz in ihrer Unterkunft Bronze mit der Mixed-Staffel feierten.

«Dann werden die ganzen Maskenkritiker leise»

«Ich glaube, die oberste Priorität ist, dass jeder gesund durchkommt und man hat ja doch hier und da mal Kontakte von außen. Wir sind überzeugt, dass wir so gesund bleiben – und dann muss man immer eine Maske aufsetzen», sagte die 31-jährige Preuß aus Ruhpolding. Sie selbst schützt sich beispielsweise auch bei Transfers in Fahrzeugen oder Medienterminen schon seit Jahren regelmäßig mit einer Maske, um nicht unnötig krank zu werden.

Und damit ist Preuß alles andere als alleine. «Man sieht, dass es jedes Team macht, das viel erreichen will», sagte Preuß‘ Teamkollege David Zobel. Masken sind im Umfeld des olympischen Biathlonstadions in Südtirol mehr die Regel als die Ausnahme. Man müsse sich ja auch nur die vielen Norovirus-Infektionen beim finnischen Eishockeyteam der Frauen in Mailand anschauen, die sogar eine Spielverschiebung zur Folge hatten, sagte Zobel: «Dann werden die ganzen Maskenkritiker relativ schnell leise.»

Wenn Masken längst zum Alltag gehören

Der Deutsche Skiverband (DSV) arbeitet seit der Corona-Krise 2020 mit einem strengen Hygienekonzept, das verhindern soll, dass sich Infektionen im ganzen Team ausbreiten. Für die Sportlerinnen und Sportler ist das Tragen von Masken längst Alltag geworden und stellt keinerlei Problem dar, zumal niemand daran zweifelt, dass diese Maßnahme hilfreich ist, um im Winter gesund zu bleiben.

«Man muss einfach mal Ausdauersport gemacht haben und dann krank gewesen sein», erklärte Zobel, der am Dienstag (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) im Einzel sein Olympia-Debüt gibt: «Wenn ich jetzt irgendwas habe, einen Schnupfen oder einen Husten, dann kann ich mir die Olympischen Spiele schön in die Haare schmieren.» Es gebe im Biathlon-Team einen klaren Konsens, sich strikt an die Regeln zu halten: «Das Hygienekonzept wurde vom DSV entworfen, aber es ist von uns so akzeptiert.»