Mit ihrer Leistung beim Training war Katharina Schmid alles anderes als zufrieden.

Viel Trubel, eine unruhige Nacht und kein gutes Training: Den Tag vor ihrem großen Auftritt als Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele würde Skispringerin Katharina Schmid am liebsten schnell vergessen. «Ich möchte mich jetzt wieder aufs Springen konzentrieren und dann den Abend genießen», erklärte die 29-Jährige.

Mit Platz 15, 18 und 19 konnte Schmid im Training auf der Normalschanze im italienischen Predazzo nicht überzeugen. «Ich habe mich überhaupt nicht gut gefühlt. Ich bin schlecht reingekommen», sagte die mehrfache Weltmeisterin aus Oberstdorf. «Ich würde gerne am Freitag neu anfangen.»

Am Freitag folgt das nächste Training am Morgen, am Abend der große Auftritt im Skisprung-Stadion von Predazzo. Als Fahnenträgerin wird Schmid bei ihren letzten Olympischen Spielen die deutsche Mannschaft anführen und dann einen Tag später an gleicher Stelle sportlich für Furore sorgen. Im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion wird Eishockey-Superstar Leon Draisaitl die deutsche Fahne tragen.

«Ich hoffe, ich kann dann diesen Schwung mitnehmen. Diese Stimmung, dieses positive Gefühl», sagte Schmid. Die ersten Medaillen im Skispringen der Frauen werden am Samstag (ab 18.45 Uhr) vergeben. In Peking sprang sie 2022 zu Silber. Edelmetall wäre in diesem Jahr eine große Überraschung.