Die TV-Rechte für die Frauen-Bundesliga sind aktuell ausgeschrieben. Auch Playoffs sind ein Thema. Ein mächtiger Fußball-Funktionär äußert dafür seine Sympathie.
Frankfurt/Main (dpa) –
Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Axel Hellmann kann sich eine Wettbewerbsrevolution in der Frauen-Bundesliga gut vorstellen. «Ich bin ein großer Freund, im Frauenfußball Dinge zu versuchen, die wir uns an anderer Stelle noch nicht getraut haben. Im Frauenfußball kann ich mir Playoffs sehr gut vorstellen», sagte Hellmann bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main.
Der Frauenfußball-Bundesliga FBL e. V. hat nach Abspaltung vom DFB Ende September den Verkauf der TV-Rechte gestartet. In der Ausschreibung ist auch ein sogenanntes revolutionäres Szenario mit Playoff-Spielen um Meisterschaft und Auf- und Abstieg.
Mitgliederversammlung am 30. November
Bianca Rech, Direktorin Frauenfußball bei Double-Gewinner FC Bayern München, hatte sich explizit dagegen ausgesprochen. «Am Ende muss die Mannschaft Meister werden, die über die ganze Saison die besten Leistungen erbracht hat», sagte Rech. Auch Vizemeister VfL Wolfsburg wehrt sich gegen eine mögliche Änderung des Spielmodus.
Ob es so weit kommt – darüber entscheiden nach Abschluss der Verhandlungen mit Medienunternehmen die Clubs bei der Mitgliederversammlung am 30. November.
Die bisher letzte TV-Rechtevergabe für die Frauen-Bundesliga unter DFB-Federführung hatte eine Erhöhung der Lizenzeinnahmen um das 16-fache ergeben. Seit der Saison 2023/24 gibt es jährlich 5,17 Millionen Euro brutto. In der aktuellen Runde laufen alle Spiele beim Telekom-Sender MagentaSport und beim ebenfalls kostenpflichtigen Streamer DAZN.
