Zweimal gewinnt Skirennfahrerin Michelle Gisin Olympia-Gold. Im Dezember 2025 entgeht sie bei einem Trainingssturz nur knapp einer Querschnittlähmung. Nun zieht die Schweizerin einen Schlussstrich.
Engelberg (dpa) –
Knapp elf Monate nach ihrem schweren Trainingssturz hat die zweimalige Ski-Olympiasiegerin Michelle Gisin ihre Karriere beendet. Die 32 Jahre alte Schweizerin gab ihren sofortigen Rücktritt vom Leistungssport bekannt. Im Dezember 2025 war Gisin bei einem Abfahrtstraining in St. Moritz schwer gestürzt und nur knapp einer Querschnittlähmung entgangen.
«Es war ein langer Prozess, der parallel zu meiner Rehabilitation, aber auch schon in den Jahren davor stattgefunden hat», sagte Gisin in einer Mitteilung des Schweizer Verbandes. Sie sei inzwischen «sehr glücklich» mit ihrer Entscheidung und freue sich auf die Zukunft.
Bei dem Sturz hatte Gisin schwere Verletzungen an der Halswirbelsäule, am Handgelenk und am Knie erlitten. Sie musste mehrfach operiert werden.
Ihre größten Erfolge feierte die Allrounderin bei Olympischen Spielen. Sowohl 2018 in Pyeongchang als auch 2022 in Peking gewann sie Gold in der Kombination. In China holte sie zudem Bronze im Super-G. Dazu kommen zwei WM-Medaillen und ein Weltcup-Sieg im Einzelrennen. Im Weltcup stand sie in allen Disziplinen auf dem Podest.
