Mathieu van der Poel ist alleiniger Rekordweltmeister. (Archivbild)

Mathieu van der Poel hat Radsport-Geschichte geschrieben und sich zum Rekordweltmeister im Cross gekrönt. Der große Favorit aus den Niederlanden gewann in Hulst mit großem Vorsprung vor seinem Landsmann Tibor Del Grosso sowie dem Belgier Thibau Nys. Damit sicherte er sich seinen achten WM-Titel. Bei den Frauen hatte Lucinda Brand die Oranje-Festspiele mit ihrem Sieg beim niederländischen Dreifach-Triumph vollendet.

«Es ist einfach etwas Besonderes. Als ich mit dem Radsport angefangen habe, wollte ich einmal Weltmeister bei den Profis werden. Jetzt habe ich die meisten Titel der Geschichte. Das ist unglaublich», sagte van der Poel. Sein großer Rivale Wout van Aert hatte verletzt auf die WM verzichten müssen.

«Etwas Einzigartiges»

Mit zwölf Siegen aus zwölf Rennen war van der Poel in den Südwesten seines Heimatlandes gereist. Am 21. Januar 2024 hatte er zuletzt ein Crossrennen nicht gewonnen, war damals allerdings gestürzt. Auf der schnellen, technisch durchaus anspruchsvollen Strecke an der Festungsmauer von Hulst setzte sich van der Poel bereits in der zweiten von acht Runden entscheidend ab.

Mit dem achten Titel ließ er das belgische Cross-Idol Erik De Vlaeminck (sieben Titel) endgültig hinter sich. «Ich glaube, alle dachten, dass der Rekord von sieben Titeln niemals gebrochen werden würde», hatte van der Poel vor dem Start gesagt und die Leistung von acht Titeln als «etwas Einzigartiges» bezeichnet.

Spekulationen um Zukunft

Im Vorfeld war spekuliert worden, ob das Rennen in Hulst der letzte Cross-Auftritt von van der Poel werden würde. Er selbst sagte, die Entscheidung sei noch nicht gefallen. Er werde sie auch nicht direkt nach der WM treffen.

Der 31-Jährige hat neben dem Cross auch auf der Straße und im Gravel WM-Rennen gewonnen, allerdings fehlt ihm der Titel noch auf dem Mountainbike. Auf diesen wolle er künftig den Fokus lenken, hatte van der Poel durchblicken lassen. 2028 in Los Angeles hat er wohl die letzte Chance auf olympisches Gold. Dort dürften die Chancen im Mountainbike-Rennen höher als auf der Straße sein.