In Villach auf dem Podest: Lisa Eder (l)

Die Familie Prevc prägt weiter das Skispringen der Frauen und Männer. Nika Prevc gewann den Weltcup im österreichischen Villach vor Lokalmatadorin Lisa Eder und der drittplatzierten Selina Freitag. Die 24-Jährige aus dem Erzgebirge landete nach 91 und 94 Metern. Für Freitag war es der dritte Podestplatz in Serie.

Prevc sprang auf der Normalschanze 94,5 und 94 Meter weit. Durch den Erfolg übernahm die 20-Jährige auch die Führung im Gesamtweltcup von der Japanerin Nozomi Maruyama. Bei den Männern liegt ihr Bruder Domen Prevc dort und bei der Vierschanzentournee vorne.

Zweitbeste Deutsche wurde Agnes Reisch auf Rang neun. Katharina Schmid, die am Ende der Saison ihre Karriere beendet, landete auf dem zehnten Platz.

Nächstes Jahr zu dieser Zeit in Bischofshofen?

Vier Tage nach dem Ende der gut besuchten Two-Nights-Tour in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf sprangen die Athletinnen vor recht trostloser Kulisse mit sehr wenigen Zuschauern. Ziemlich genau in einem Jahr soll das anders sein. Dann ist die Vierschanzentournee erstmals auch für Frauen geplant. Bei dem Event findet am 5. und 6. Januar traditionell das große Finale in Bischofshofen statt.

Knackpunkt für eine Frauen-Tournee war bisher das fehlende Flutlicht auf der dritten Station in Innsbruck. Das Land Tirol, der Bund, die Stadt und der Österreichische Skiverband einigten sich nun auf die Finanzierung einer Flutlichtanlage.

Fis-Renndirektor: «Grundstein gelegt»

«Damit ist der Grundstein gelegt, um im kommenden Jubiläumsjahr der Vierschanzentournee erstmals auch die Damen in das Programm aufzunehmen», sagte Sandro Pertile, Renndirektor des Weltverbands Fis. 

«Wir werden uns zeitnah nach den Olympischen Spielen mit den beiden Verbänden, den vier Austragungsorten sowie allen weiteren Stakeholdern zusammensetzen, um alle Details und die dafür notwendigen Reglement-Anpassungen zu klären», so Pertile weiter.