Richard Vogel bleibt cool: Nach einem Patzer in der zweiten Runde liefert der Weltranglisten-Erste im Stechen ab – und sichert Deutschland den Sieg gegen Brasilien.
Barcelona (dpa) –
Knapp sechs Wochen nach dem Triumph bei der Heim-Weltmeisterschaft in Aachen haben die deutschen Springreiter auch beim zweiten Saison-Höhepunkt eine starke Leistung gezeigt und die League of Nations gewonnen. Beim Finale in Barcelona setzte sich die Nationalmannschaft mit Trainer Otto Becker im Stechen durch.
Auf Platz drei kam in der mit 1,6 Millionen Euro dotierten Prüfung das Quartett aus Belgien. Das Finale der traditionsreichen Nationenpreis-Serie ist für die Nationalmannschaften jedes Jahr der zweite Höhepunkt nach WM, EM oder Olympia.
Stechen muss entscheiden
Den vorzeitigen Sieg verpasste das deutsche Team durch einen Fehler von Richard Vogel. Der Weltranglisten-Erste kassierte als letzter Starter der zweiten Runde mit seinem Pferd Cloudio vier Strafpunkte durch einen Abwurf, so dass Deutschland und Brasilien gleichauf lagen. Das Stechen musste entscheiden.
Trotz des Fehlers trat Vogel erneut an und ritt gegen den früheren Weltmeister Rodrigo Pessoa mit Major Tom. Pessoa patzte am ersten Sprung der entscheidenden Runde – und Vogel behielt die Nerven. Ohne Fehler bestritt der 29 Jahre alte Team-Weltmeister den letzten Ritt und ließ das deutsche Team mit Marcus Ehning, Jörne Sprehe und Sophie Hinners jubeln.
