Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye will mittelfristig die 21-Meter-Marke knacken. «Meine Bestleistung liegt bei 20,27 Metern. Das nächste Ziel sind 20,50 Meter, dann 20,75 Meter und dann, Richtung 21 Meter zu stoßen», sagte die Leichtathletin nach ihrem Sieg zum Saisoneinstand beim Istaf Indoor in Düsseldorf. Bei dem Hallen-Meeting am Samstag setzte sich die deutsche Meisterin mit einer Weite von 18,78 Metern durch.
Von den angepeilten 21 Metern ist Ogunleye derzeit also noch ein ganzes Stück entfernt. «Das kommt nicht von heute auf morgen», erklärte die 27-Jährige. Vielmehr sei es «ein hartes Stück Arbeit».
Rekord seit fast 30 Jahren unübertroffen
Dass eine deutsche Kugelstoßerin die 21 Meter übertroffen hat, ist schon lange her. Zuletzt gelang dies Astrid Kumbernuss. Die Olympiasiegerin von Atlanta 1996 stieß die Kugel am 23. Juli 1997 in Hamburg auf 21,22 Meter. Ogunleye will ihr den Rekord bald entreißen.
Um die seither unerreichte Marke zu knacken, versucht Ogunleye an ihrer Technik zu feilen. Das brauche aber Zeit, betonte sie. «Dafür muss ich jetzt manchmal durch Wettkämpfe durch, bei denen die Kugel nicht so weit fliegt, weil es technisch noch nicht stimmt. Aber das nehme ich in Kauf dafür, dass ich dann die nächsten Jahre noch mal einen draufsetzen kann.»
Freiluft-EM als Höhepunkt
Ogunleye plant in der Hallen-Saison auch mit einem Start bei der Weltmeisterschaft in Polen im März. «Ja, das ist auf jeden Fall ein Ziel», sagte sie. Höhepunkt des Leichtathletik-Jahres ist die Europameisterschaft im Freien, die im August in der englischen Stadt Birmingham ausgerichtet wird. Medaillen seien bei den großen Meisterschaften trotz der Technikumstellung «definitiv ein Ziel», sagte Ogunleye.

