Felix Neureuther war bei Olympia in Bormio als TV-Experte im Einsatz.

Felix Neureuther wünscht sich auch aus den Erfahrungen von Olympia in Norditalien zukünftig wieder Winterspiele mit kürzeren Distanzen zwischen den Wettbewerbsorten. «Ob das die Zukunft für die Olympischen Spiele ist, mit den weiten Wegen und den verteilten Sportstätten, ist für mich daher schon fraglich», sagte der frühere Skirennfahrer der «Süddeutschen Zeitung». «Wir sollten die Spiele an Orte vergeben, wo sie nicht nur dezentral durchführbar sind.»

Neureuther war als ARD-Experte bei den Alpin-Wettbewerben der Männer in Bormio im Einsatz. Deshalb seien es für ihn «sehr besondere Spiele» gewesen, sagte der 41-Jährige. «Es war sehr separiert, und da ist nicht die Olympia-Stimmung aufgekommen, die sich viele erhofft hatten.»

Auch Olympia 2030 mit dezentralem Konzept

Auch das Team der männlichen deutschen Alpinen hatte das olympische Flair aufgrund der Abgeschiedenheit zu anderen Wettbewerben vermisst. Die Organisatoren der nächsten Winterspiele 2030 in den französischen Alpen setzen erneut auf ein dezentrales Konzept mit Clustern, die teils weit auseinander liegen.

Insgesamt fällt das Fazit für Neureuther vor allem aus sportlicher Sicht dagegen positiv aus. «Es waren die Spiele der ganz großen Dramaturgie, man sieht auch an den Einschaltquoten, dass das in den Menschen ganz viel ausgelöst hat. Aber eigentlich immer mit dem Sport im Fokus, was sehr schön war.»