Das vom Norovirus betroffene Team von Finnland kann verspätet ins olympische Frauen-Eishockeyturnier einsteigen. «Finnland spielt heute», teilte Teamsprecherin Henna Malmberg der Nachrichtenagentur AP mit. Das Vorrundenspiel (16.40 Uhr) gegen die USA ist das Turnierdebüt der Finninnen. Nachdem 13 der 23 Spielerinnen aufgrund des Norovirus am Dienstagabend in Quarantäne mussten, war das Auftaktspiel gegen Olympiasieger Kanada auf den kommenden Donnerstag verschoben worden.
Auch das Schweizer Team spielt heute gegen Kanada (21.10 Uhr). Am Freitag war nach dem 4:3-Shootout-Sieg gegen Tschechien bekanntgeworden, dass eine Spielerin positiv auf das Norovirus getestet wurde. Das gesamte Schweizer Team verbrachte den Freitagabend in Isolation und nahm nicht an der Eröffnungsfeier teil.
IOC: Fälle hängen nicht zusammen
«Die Inkubationszeit ist verstrichen. Aus medizinischer Sicht bestehen derzeit keine Bedenken gegen die Durchführung der Partie, sofern keine weiteren Spielerinnen Symptome zeigen», sagte Hanspeter Betschart, Chefmediziner des Schweizer Olympia-Teams. Das sei bisher nicht der Fall.
«Die Standardmaßnahmen haben gegriffen. Die Reaktion vom medizinischen Team im Dorf war hervorragend, sehr schnell», sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi. Es habe keinen Ausbruch im olympischen Dorf gegeben. Die Athletinnen seien schon mit Symptomen in Italien angekommen. IOC-Sprecher Mark Adams ergänzte, dass es keinen Hinweis darauf gebe, dass die Fälle von Finnland und der Schweiz in Zusammenhang stehen.

