Fußballprofi Sacha Boey vom FC Bayern München hat sich nach dem heftigen Zusammenprall in der Partie beim FC Augsburg auch öffentlich bei Gegenspieler Robin Fellhauer entschuldigt. «Entschuldigung noch mal für das, was passiert ist, und gute Besserung», schrieb der 24-Jährige in den sozialen Medien an den Augsburger Mittelfeldspieler gerichtet.
Boey und Fellhauer waren in der Nachspielzeit des 3:2-Siegs der Bayern am Samstagabend in Augsburg heftig mit den Köpfen aneinander geknallt. Der Münchner sah die Gelbe Karte. Der FCA-Profi lag minutenlang auf dem Rasen, wurde behandelt und schließlich auf einer Trage vom Platz gebracht.
Einer Clubmitteilung zufolge hat der Spieler eine schwere Gehirnerschütterung und kleinere Frakturen im Gesicht erlitten, muss aber nicht operiert werden. Er habe das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen, es gehe ihm den Umständen entsprechend.
Heftige Kritik von Wagner
FCA-Trainer Sandro Wagner hatte Boey nach dem Spiel scharf kritisiert und auch das Verhalten der Bayern-Bank angeprangert – am Sky-Mikrofon zunächst sehr deutlich, bei der anschließenden Pressekonferenz dann etwas moderater. Absicht wollte er dem Münchner Verteidiger bei dessen «brutalem Foul» aber nicht unterstellen.
«Das Einzige, was ich mir gewünscht hätte: Dass er nicht ganz cool weggeht – zu cool für die Welt – sondern direkt Entschuldigung sagt und nicht erst, wenn er sieht, dass der junge Mann sich nicht mehr bewegen kann», sagte Wagner. «Der ein oder andere auf der Bank der Bayern» hätte «vielleicht ein bisschen schneller die Synapsen anmachen und sich nicht beschweren» sollen, meinte der 37-Jährige: «Das macht man einfach nicht.» Wagner hatte zudem berichtet, dass Fellhauers Familie in der Kabine geweint habe.
Kompany verteidigt Boey
Bayern-Trainer Vincent Kompany betonte, dass sich Boey durchaus entschuldigt habe. «Vielleicht hat er am Anfang die Situation nicht ganz einschätzen können», sagte der Belgier, der Fellhauer im Namen seines Clubs alles Gute wünschte. Auch Münchens Torwart Manuel Neuer wünschte dem 27-Jährigen, dass er schnellstmöglich wieder auf die Beine komme.