Lewis Hamilton findet auch mit 41 noch einen weiteren Karriere-Antrieb. Was er zu der Aussicht auf ein Rennen in Afrika in ein paar Jahren sagt. Er wäre dann über 45 Jahre alt.
Austin (dpa) –
Rekordweltmeister Lewis Hamilton denkt auch mit aktuell 41 Jahren angesichts der geplanten Afrika-Rückkehr der Formel 1 Anfang des kommenden Jahrzehnts erst recht nicht an ein Karriereende. «Ich bin nun gezwungen, noch etwas länger zu bleiben, da wir ein Rennen in Afrika haben – und es war schon immer mein Traum, in Afrika zu fahren», sagte Hamilton.
«Also muss ich weiterkämpfen, um fit zu bleiben. Wenn ich in den nächsten Jahren weiterhin gute Ergebnisse erzielen kann, werden wir weitermachen», kündigte der Brite, der 2007 als erster Schwarzer als Pilot in die Königsklasse des Motorsports eingestiegen war, in der Pressekonferenz zum Großen Preis der USA im texanischen Austin an. Der siebenmalige Weltmeister fährt seit Anfang 2025 für Ferrari. Im Januar 2030 wird Hamilton 45 Jahre alt.
Hamiltons Einsatz für Afrika
Jüngst hatte die Formel 1 bekanntgegeben, dass ab Anfang der 2030er in Ruanda um WM-Punkte gefahren werden soll. Die Strecke soll südlich der Hauptstadt Kigali gebaut werden. Es wäre das erste Rennen in Afrika seit 1993, damals wurde in Kyalami nördlich von Johannesburg gefahren.
Hamilton bemüht sich seit langem um eine Rückkehr. Er habe unzählige Telefonate geführt und auch Treffen gehabt, berichtete er nun. «Ich setze mich schon seit vielen Jahren für ein Rennen dort ein. Dieser Kontinent verdient einen Grand Prix.»
Es gehe auch um mehr als nur ein Land. «Es geht um den Kontinent selbst, und es gibt so viele wunderschöne Länder darauf. Die Menschen sind so liebenswert. Die Kultur ist so reichhaltig, und ich halte es für wichtig, dass wir das der Welt zeigen können. Das können wir mit unserem Sport tun.»
Hamilton sieht auch die kritische Seite
Hamilton betonte aber auch, dass nach Ruanda zu reisen nicht bedeute, «dass man die Dinge, die dort geschehen, außer Acht lässt». Menschenrechtler bewerten die Lage in dem Land weiter sehr kritisch.
Von willkürlichen Inhaftierungen ist die Rede. Regierungsgegner würden verfolgt, auch andere Menschen sehen sich demnach Misshandlungen ausgesetzt. Weltweit bekannt wurde Ruanda aber vor allem durch eine Tragödie 1994: Während des Völkermords radikaler Angehöriger der Volksgruppe der Hutu an den Tutsi und gemäßigten Hutu wurden innerhalb von 100 Tagen rund 800.000 Menschen oft brutal ermordet.
