Ski-Freestylerin Muriel Mohr hat acht Tage nach einem Eingriff am Knie das Big-Air-Finale der Olympischen Winterspiele verpasst. Die einzige deutsche Starterin landete in der Qualifikation mit 138,50 Punkten auf dem 15. Platz. Allerdings hätte sie mindestens Zwölfte werden müssen, um am Montag (19.30 Uhr) um die Medaillen kämpfen zu dürfen.
«Dass ich hier überhaupt starten durfte, das ist unglaublich und ist nicht selbstverständlich», sagte Mohr. «Ich bin extrem stolz. Letztendlich habe ich mir meinen Traum erfüllt, hier am Start stehen zu können.»
Mohr stürzte im zweiten Versuch und schaffte es wegen technischer Abzüge im entscheidenden dritten Run nicht, sich doch noch zu qualifizieren. Nach ihrem letzten Durchgang zeigte sie ihr Handy in die Kamera, auf dem in englischer Sprache zu lesen war: «Für jedes Mädchen mit einem Traum».
Die 19-Jährige hatte sich unmittelbar vor dem Olympia-Start bei einem Trainingsunfall den Meniskuslappen am linken Knie eingeklemmt. Laut Operateur Dr. Manuel Köhne sei im Anschluss ein «kleiner arthroskopischer Eingriff» durchgeführt worden. Bereits im März des vergangenen Jahres hatte sie sich einen Kreuzbandriss zugezogen.
Auch Freestyle-Superstar Gu kommt zu Fall
Den Sieg in der Qualifikation sicherte sich die Kanadierin Megan Oldham (171,75 Punkte). Freestyle-Superstar Eileen Gu aus China kam wie Mohr ebenfalls im zweiten Run zu Fall, landete aber noch auf dem zweiten Rang.
Für die Athletinnen geht es im Big Air darum, nach einem Sprung über eine große Rampe in der Luft Tricks zu zeigen und dann sicher zu landen. Für die Punktevergabe werden unter anderem der Schwierigkeitsgrad, die saubere Ausführung, die Höhe und die Landung berücksichtigt.

