Der Turnierbaum der Champions League.

Das befürchtete Bundesliga-Duell in den Playoffs der Champions League ist vorerst ausgeblieben und für das Achtelfinale auf Wiedervorlage gelegt. Sollten sich Borussia Dortmund gegen Atalanta Bergamo und Bayer Leverkusen gegen Olympiakos Piräus in der Achtelfinal-Qualifikation durchsetzen, bekommt der FC Bayern München in der Runde der letzten 16 auf jeden Fall einen deutschen Gegner zugelost. Qualifiziert sich nur ein weiterer deutscher Vertreter, würde das Los am 27. Februar wieder entscheiden, ob es gegen die Bayern oder den FC Arsenal weitergeht. 

«Bundesliga-Duelle sind nicht das, was man an sich wünscht europäisch. Zumal wir uns ja alle wünschen, dass die Bundesligisten sehr viel weiter kommen. Deshalb ist die Auslosung so, wie sie ist, schon in Ordnung», sagte der frühere Leverkusener Profi und aktuelle BVB-Coach Niko Kovac nach der Auslosung am Freitag in Nyon. Sein Team tritt gegen den Europa-League-Sieger von 2024 im Hinspiel (10./11. Februar) daheim an. 

Bayern wartet: Deutsches Duell im Achtelfinale?

«Man muss aber auch sagen, dass Atalanta Bergamo ein sehr, sehr, sehr guter Gegner ist, der ernstzunehmen ist», warnte Kovac. «Das ist sicher keine einfache Aufgabe, aber in der Champions League gibt es keine einfachen Gegner.» Eine bessere Ausgangsposition und die sichere Achtelfinal-Qualifikation hatte der Bundesliga-Zweite durch nur einen Punkt aus den vergangenen drei Champions-League-Spielen vergeben. 

Leverkusen hat dank des besseren Tabellenrangs aus der Liga-Phase gegenüber den Griechen im entscheidenden Rückspiel (24./25. Februar) Heimrecht. «Piräus hat natürlich Charme, weil wir dort zuletzt verloren haben. Das hat uns gestört und deshalb freuen wir uns darauf, jetzt die Chance auf Revanche zu haben», befand Bayers Sportchef Simon Rolfes angesichts des 0:2 seines Teams am vorletzten Vorrunden-Spieltag der Königsklasse.

Durch die Niederlage des BVB am achten Spieltag gegen Inter Mailand und den Leverkusen-Erfolg über Villarreal war es zu einer Tabellenkonstellation gekommen, die ein direktes Duell der zwei Teams aus Nordrhein-Westfalen wahrscheinlich machte. Dann aber kam es doch anders.

Ein deutsches Match ist aber im Achtelfinale möglich. Die Bayern hatten sich als Tabellenzweite in der Liga-Phase direkt für das Achtelfinale qualifiziert. Durch die Setzliste für die K.o.-Runden ist sicher, dass der Rekordmeister auf einen der Sieger der Matches Dortmund-Atalanta und Leverkusen-Piräus trifft. Der andere Playoff-Gewinner bekommt es mit dem FC Arsenal zu tun. Die Engländer hatten alle bisherigen Spiele der Champions League gewonnen und wurden damit souveräner Tabellenführer. 

Wiedersehen von Benfica und Real

In den Playoffs, für die sich die Mannschaften auf den Plätzen neun bis 24 qualifiziert hatten, kommt es darüber hinaus zu den Spielen von Titelverteidiger Paris Saint-Germain gegen den Liga-Rivalen AS Monaco, Newcastle United mit DFB-Stürmer Nick Woltemade gegen FK Karabach Agdam, Atlético Madrid gegen FC Brügge, Juventus Turin gegen Galatasaray Istanbul und Inter Mailand gegen FK Bodö/Glimt.

Außerdem trifft Real Madrid auf Benfica Lissabon. Die zwei Teams hatten erst am Mittwoch gegeneinander gespielt: Dabei erzielte Benfica-Torwart Anatoliy Trubin in einem atemberaubenden Finish spät in der Nachspielzeit das Tor zum 4:2-Sieg, der die Portugiesen erst in die Playoffs beförderte.