An den ersten vier Wettkampftagen der Judo-WM bleibt das deutsche Team ohne Medaille. Nun beendet Giovanna Scoccimarro die Durststrecke.
Baku (dpa) –
Giovanna Scoccimarro hat bei den Judo-Weltmeisterschaften in Aserbaidschan die erste deutsche Medaille gewonnen. Die 28-Jährige bejubelte am fünften Wettkampftag in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm Bronze. Im entscheidenden Kampf setzte sich Scoccimarro gegen die Brasilianerin Nauana Silva durch. Zuvor verlor die Niedersächsin das Halbfinale gegen Michaela Polleres aus Österreich. Schon 2023 hatte Scoccimarro eine WM-Einzelmedaille gewonnen. Damals holte sie in Katar Silber.
Nicht wie erhofft verlief die WM für Mitfavoritin Miriam Butkereit. Die Olympia-Zweite von Paris schied in der dritten Runde gegen die Serbin Aleksandra Andric aus. Für Eduard Trippel war in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm bereits in der zweiten Runde Endstation. Bis zur Bronzemedaille von Scoccimarro hatten die Zwillingsschwestern Mascha Ballhaus (bis 52 Kilogramm) und Seija Ballhaus (bis 57 Kilogramm) mit jeweils fünften Plätzen für die besten deutschen Ergebnisse gesorgt. Die Judo-WM in Aserbaidschans Hauptstadt Baku findet noch bis Sonntag statt.
