Italiens Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Francesca Lollobrigida hat noch vor Weihnachten ernsthaft daran gezweifelt, an den Heim-Winterspielen teilzunehmen. «Sie sagte unter Tränen: Papa, ich fahre nicht zu den Olympischen Spielen», sagte Vater Maurizio laut italienischen Medien. Seine Antwort sei klar gewesen: «Nein, Francesca, zu den Olympischen Spielen fahren wir. Selbst humpelnd fahren wir hin.»
Lollobrigida holte in Mailand sowohl über die 3.000 Meter als auch über die 5.000 Meter überraschend Gold und krönte sich damit zur Langstrecken-Königin dieser Spiele. Sie trotzte damit auch gesundheitlichen Problemen zu Beginn der Saison. Nach Angaben ihres Vaters Maurizio verbrachte sie 24 Stunden in einem Krankenhaus in Rom wegen einer Herpesentzündung ihres 29 Monate alten Sohnes Tommaso. Das habe auch Lollobrigidas Immunsystem belastet. Bei Olympia ist nach Doppel-Gold nun alles vergessen.

