FIFA-Präsident Gianni Infantino umarmt Brahim Díaz bei der Übergabe des Goldenen Schuhs für den besten Torschützen des Afrika Cups. Der Marokkaner verschoss im Finale einen Strafstoß.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Vorfälle im Afrika-Cup-Endspiel als «inakzeptabel» bezeichnet. «Wir verurteilen das Verhalten einiger «Fans» sowie einiger senegalesischer Spieler und Mitglieder des Trainerstabs aufs Schärfste. Es ist inakzeptabel, das Spielfeld auf diese Weise zu verlassen, und Gewalt darf in unserem Sport nicht toleriert werden», sagte der Schweizer. 

Der Senegal hatte am Sonntagabend in Rabat Gastgeber Marokko im Finale des Afrika Cups in der Verlängerung mit 1:0 bezwungen. Marokkos Spieler Brahim Díaz hatte in der Nachspielzeit einen Elfmeter auf klägliche Art vergeben. Vor der Ausführung durch den Offensivspieler von Real Madrid hatte es fast 20 Minuten lang intensive Diskussionen um den Elfmeterpfiff gegeben. Aus Protest gegen die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung waren Senegals Spieler – offenbar auf Geheiß von Senegals Trainer Pape Thiaw – zwischenzeitlich sogar in die Kabine marschiert. Auch zwischen Fans und Sicherheitskräften kam es zu Auseinandersetzungen. Kurzzeitig drohte ein Abbruch.

Infantino: «So etwas hat im Fußball nichts zu suchen»

«Wir müssen die Entscheidungen der Schiedsrichter auf und neben dem Spielfeld stets respektieren», meinte Infantino. Alles andere würde das Wesen des Fußballs gefährden. Die unschönen Szenen müssten verurteilt werden und dürften sich niemals wiederholen. «So etwas hat im Fußball nichts zu suchen», meinte Infantino. Er erwarte, dass die zuständigen Disziplinargremien des afrikanischen Fußball-Verbandes CAF die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.