Die MT Melsungen beherrscht den Meister aus Magdeburg lange Zeit klar. Tabellenführer bleibt die SG Flensburg-Handewitt, die das «kleine Nordderby» gegen den HC Hamburg gewinnt.
Kassel (dpa) –
Die MT Melsungen hat dem deutschen Meister SC Magdeburg die erste Saisonniederlage in der Handball-Bundesliga zugefügt. Im Duell der beiden Champions-League-Teilnehmer setzten sich die Nordhessen mit 37:34 (19:14) durch. Tabellenführer bleibt die SG Flensburg-Handewitt, die das «kleine Nordderby» gegen den HC Hamburg ebenfalls mit 37:34 (19:16) für sich entschied und nun 10:0 Punkte hat.
Im Topspiel fehlten den gastgebenden Melsungern in Dainis Kristopans und Nikolaj Enderleit beide Stammkräfte im rechten Rückraum. Dieses Manko steckte die MT weg und nutzte gnadenlos die zahlreichen Fehler der Magdeburger aus. Über 5:1 (5. Minute) zog das Team auf 15:8 davon (24.). SCM-Trainer Bennet Wiegert nahm schon vor der Pause zwei Auszeiten, um seine Mannschaft auf Kurs zu bringen.
Golla sorgt für die Vorentscheidung
Zu Beginn der zweiten Hälfte verkürzte Magdeburg auf 17:20 (34.). Es war aber nur ein Strohfeuer. Melsungen blieb am Drücker. Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla brachte sein Team mit dem 30:22 (46.) schon früh auf die Siegerstraße. Das Aufbäumen des SCM kam zu spät.
In Flensburg hatte der große Favorit vor allem zu Beginn der Partie große Probleme mit dem Gast aus Hamburg. In der 23. Minute führte Hamburg noch mit 13:12. Dann aber zog die SG mit einem 5:1-Lauf auf 17:14 (29.) davon. Der HCH versuchte es viel mit dem siebten Feldspieler und verkürzte noch auf 32:35 (55.). Zu mehr reichte es aber nicht.
Füchse Berlin lassen dem BHC keine Chance
Einen souveränen Sieg feierten auch die Füchse Berlin. In einer Neuauflage des vergangenen Pokalfinales setzen sich die Hauptstädter mit 37:26 (15:9) beim Bergischen HC durch. Ein überraschender Auswärtserfolg gelang dem HC Erlangen mit dem 33:28 (18:15) beim TBV Lemgo Lippe. Der VfL Gummersbach gewann beim Bergischen HC mit 36:33 (20:15).
