Fußball

WM 2026: Showdown in Gruppe A – Wer holt den entscheidenden Punkt?

Beim Spiel Usbekistan gegen Kolumbien wurde ein TV-Reporter verletzt.
Beim Spiel Usbekistan gegen Kolumbien wurde ein TV-Reporter verletzt. – Felix Marquez/dpa

Mexiko und Südkorea führen, Tschechien und Südafrika unter Druck

Die Gruppe A der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht vor einem entscheidenden Doppelspieltag.  Mexiko, Südafrika, Südkorea und Tschechien treffen am 18. und 19. Juni mit gleich zwei Duellen aufeinander. Diese Spiele entscheiden die über die Zukunft aller vier Teams im Turnier. Co-Gastgeber Mexiko ist als WM-Ausrichter nach 1970 und 1986 erneut Kopf der Gruppe, komplettiert wird das Quartett von Südafrika, Südkorea und dem Playoff-Sieger Tschechien. Der Gruppensieger und der Zweite Platzt werden sich direkt fürs Sechzehntelfinale qualifizieren. Zusätzlich kommen auch die acht besten Gruppendritten weiter – ein Modus, der selbst den Außenseitern realistische Hoffnungen lässt. 

Nach dem ersten Spieltag war die Tabelle klar in zweigeteilt. Mexiko und Südkorea teilen sich mit je drei Punkten die Tabellenführung, während Südafrika und Tschechien früh einstecken mussten und nun ohne Zähler dastehen. Diese Ausgangslage macht die anstehenden Partien zu echten Schicksalsspielen: Heute, am 18. Juni, kämpfen die beiden Auftaktverlierer Tschechien und Südafrika im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta um den Anschluss, während morgen früh in Guadalajara mit Mexiko gegen Südkorea das vorläufige Spitzenspiel der Gruppe steigt. 

Rückblick: Ein turbulenter erster Spieltag

Der Auftakt der Gruppe A hatte es in sich. Im Eröffnungsspiel der WM setzte sich Mexiko vor 80.000 Zuschauern im Aztekenstadion mit 2:0 gegen Südafrika durch. Die Partie geriet zudem zum Kartenfestival, mit Sphephelo Sithole, Themba Zwane (beide Südafrika) und César Montes (Mexiko) sahen gleich drei Spieler die Rote Karte. Dies machte Gruppe A schon nach einem Spieltag zum Negativ-Spitzenreiter in der Fairness-Tabelle. Wenige Stunden später lieferten Südkorea und Tschechien in Guadalajara ein dramatisches Duell. Nach einer torlosen ersten Halbzeit köpfte Ladislav Krejčí in der 59. Minute zur überraschenden tschechischen Führung ein, doch Südkorea drehte die Partie durch Hwang In-beom und Oh Hyeon-Gyu noch zum 2:1-Sieg. 

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Tschechien gegen Südafrika: Pflichtsieg für beide Außenseiter

Im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta treffen am Donnerstagabend zwei Mannschaften aufeinander, für die es bereits um sehr viel geht. Beide Teams verloren ihr Auftaktspiel und müssen nun im direkten Duell unbedingt punkten, um ihre Chancen auf das Weiterkommen zu wahren. Tschechien reist dabei mit gemischten Gefühlen an, die Equipe von Trainer Miroslav Koubek führte gegen Südkorea bereits durch einen Kopfballtreffer von Krejčí, ehe die Asiaten das Spiel noch drehten – eine Niederlage, die zugleich eine Serie von sechs ungeschlagenen Partien beendete. Offensiv bringt vor allem Patrik Schick mit 26 Toren aus 54 Länderspielen die größte individuelle Bedrohung der gesamten Gruppe mit, doch die zuletzt löchrige Defensive bleibt ein Sorgenkind für Tschechien. 

Südafrika dagegen steht nach dem Auftakt-Debakel mit dem Rücken zur Wand. Nach der 0:2-Niederlage gegen Mexiko inklusive zweier Roter Karten für Sithole und Zwane, die beide nun gesperrt fehlen, droht Bafana Bafana erneut das frühe Vorrunden-Aus; ein Szenario, das sich bei den ersten drei WM-Teilnahmen der Südafrikaner bereits wiederholt hatte. Die Buchmacher sehen die Rollen klar verteilt, Tschechien gilt mit einer berechneten Siegwahrscheinlichkeit von 48,8 Prozent als deutlicher Favorit, während Südafrika nur rund 23,8 Prozent Chancen zugesprochen werden. Die meisten Experten erwarten einen knappen, aber überlegten tschechischen Erfolg. Die genannten Tipps bewegen sich mehrheitlich zwischen 1:0 und 2:1 für die Europäer. 

Mexiko gegen Südkorea: Schon jetzt ein Kampf um den Gruppensieg

Während sich Tschechien und Südafrika um den Anschluss balgen, geht es im Estadio Akron in Guadalajara bereits um die Tabellenspitze. Beide Teams reisen mit drei Punkten aus ihren Auftaktspielen an. Der Sieger zieht als Gruppenerster mit einem Spiel Vorsprung praktisch ins Achtelfinale ein- Mexiko als klarer Favorit ins Spiel. El Tri verlor bei einer WM noch nie gegen Südkorea und reist mit einer beeindruckenden Defensivbilanz an – nur zwei Gegentore in neun Spielen des laufenden Jahres. Mit Julian Quiñones, der im Auftaktspiel fünfmal abschloss und früh die Führung erzielte, hat Trainer Javier Aguirre zudem einen formstarken Schlüsselspieler im Kader. 

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Doch Südkorea kommt keineswegs als Underdog ohne Selbstvertrauen angereist. Hwang In-beom war im Auftaktspiel mit einem Tor und einem Assist überragend und wurde damit erst der dritte Südkoreaner, dem in einem WM-Spiel beides gelang. Allerdings fehlt es um Kapitän Son Heung-min noch an letzter Konstanz, die Monate vor der WM waren kompliziert, die taktische Umstellung auf eine Dreierkette wirkte in Testspielen unsauber. Die Quoten sehen ein enges Match. Die Siegchancen für Mexiko werden auf rund 50 Prozent taxiert, während die Wahrscheinlichkeit für maximal zwei Tore im Spiel bei über 63 Prozent liegt. 

Fazit: Was steht für beide Spiele auf dem Spiel?

Für Tschechien und Südafrika ist die Partie in Atlanta nichts weniger als ein Endspiel um die Resthoffnung. Ein Sieg würde dem jeweiligen Team realistische Chancen auf Platz zwei oder zumindest einen Platz unter den besten Gruppendritten offenhalten, während eine weitere Niederlage das endgültige Aus bedeuten könnte. Tschechien trifft am 23. Juni auf Mexico, Südafrika schließt die Gruppenphase gegen Südkorea in Monterrey – beide Außenseiter brauchen also dringend Punkte, bevor die Aufgaben noch schwerer werden.

Für Mexiko und Südkorea geht es dagegen schon jetzt um die Pole Position. Der Sieger des direkten Duells in Guadalajara wird sich den Gruppensieg sichern. Der Verlierer hingegen müsste im letzten Gruppenspiel gegen den jeweils anderen Außenseiter (Mexiko gegen Tschechien im Aztekenstadion, Südkorea gegen Südafrika in Monterrey) nachlegen, um den direkten Aufstieg nicht zu gefährden. Am Ende dieses Doppelspieltags dürfte die Tabelle der Gruppe A jedenfalls deutlich klarere Konturen angenommen haben.

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