Ermittlungen gegen Manchester City, 42 kritische Fragen der UEFA an Gianni Infantino: Philipp Lahm fordert, dass Regeln im Fußball gelten. Was für ihn dabei auf dem Spiel steht.
Berlin (dpa) –
Der frühere Fußball-Weltmeister Philipp Lahm hat die Ermittlungen gegen Manchester City und die Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino begrüßt. «Wenn solches Verhalten wie in Manchester und bei der FIFA bestraft wird, ist das gut. Der Fußball muss verhindern, dass fragwürdige Ideen ihn noch weiter von der Basis entfernen. Nur dann ist über ihn Engagement in die Zivilgesellschaft möglich, nur dann lässt sich mit ihm Europa stärken», schrieb der 42-Jährige in seiner Kolumne für die «Zeit».
City war in 114 Fällen wegen Verstößen gegen die Finanzregeln schuldig gesprochen worden. Das betrifft den Zeitraum von 2009 bis 2018. Ein hoher Punktabzug, der den Abstieg in die Championship bedeutet, ist derzeit das erwartbare Strafmaß. Der Club hat Einspruch eingelegt. «Es ist gut, wenn die Premier League bei unfairem Wettbewerb durchgreift», schrieb Lahm.
Weltverbands-Präsident Infantino hatte unter anderem versucht, Teile der Fußball-WM zu privatisieren. Zudem soll er eine Rotsperre während der WM gegen den US-Stürmer Folarin Balogun aufgehoben haben. Infantino, der im März kommenden Jahres erneut gewählt werden möchte, steht gehörig unter Druck. Erst zu Beginn der Woche schickte ihm die UEFA einen Katalog mit 42 kritischen Fragen. «Und ich begrüße es auch, dass in einem anderen Fall Regeln gelten. So bleibt die UEFA bei Gianni Infantino hart», meinte Lahm. «Möglicherweise wird der FIFA-Präsident zu Fall kommen.»
