Der FIFA droht der nächste Skandal. Rund um die Spielberechtigung des kongolesischen Torwarts Mpasi vor der WM gibt es Zweifel. Der Weltverband widerspricht Berichten.
Zürich (dpa) –
In der Debatte um die Spielberechtigung des kongolesischen Torhüters Lionel Mpasi hat der Fußball-Weltverband FIFA Berichte dementiert, dass der Profi vor und während der WM im Sommer nicht spielberechtigt war.
«Die FIFA kann bestätigen, dass es bei den Spielen der DR Kongo gegen Jamaika und bei der anschließenden FIFA-Weltmeisterschaft 2026 keine Probleme hinsichtlich der Spielberechtigung gab», teilte der Verband auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die FIFA-Disziplinarkommission habe sich mit einer Beschwerde des nigerianischen Fußballverbands befasst, die als unzulässig zurückgewiesen worden sei. Das afrikanische Land hatte im Duell mit dem Kongo im November 2025 eine Niederlage kassiert – und bezog sich mit der Beschwerde auf die Zeit vor dem Spiel gegen Jamaika.
Mpasi früher französischer Jugendnationalspieler
Hintergrund waren Medienberichte der «New York Times» und der französischen Zeitung «Le Monde». Demzufolge sei Mpasi, der einst französischer U17-Nationalspieler war, vor der WM nicht spielberechtigt gewesen.
Nach der Beschwerde Nigerias habe die FIFA laut der Berichterstattung festgestellt, dass der Kongo die erforderlichen Unterlagen nie fertiggestellt hatte. Demzufolge sei er in den Quali-Spielen zur WM nicht spielberechtigt gewesen.
Als der Kongo im Playoff-Duell mit Jamaika das Ticket für die WM in den USA, Mexiko und Kanada perfekt machte, habe die FIFA dem Spieler und der Mannschaft stillschweigend erlaubt, weiterzumachen. Mpasi bestritt alle vier Spiele des Kongo bei der Weltmeisterschaft.
Die «New York Times» bezog sich auf Dokumente und einen hochrangigen Funktionär, dass Rechtsabteilungen der FIFA intern festgestellt hätten, dass die Demokratische Republik Kongo einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt habe.
Es sollen demnach mögliche Sanktionen überprüft worden sein. In ähnlichen Fällen war es laut «New York Times» zu nachträglich für den Gegner gewerteten Spielen gekommen.
