Die zahlreichen Kritiker von FIFA-Boss Gianni Infantino sind sich einig: Der Schweizer darf nicht noch einmal gewählt werden. Was fehlt: ein Gegenkandidat. Auch der Boss von PSG will nicht.
Kopenhagen (dpa) –
Ein weiterer möglicher Kandidat hat alle Spekulationen zurückgewiesen, den umstrittenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino persönlich herauszufordern und sich für das Amt bewerben zu wollen. «Ich habe null Interesse an der FIFA und keinerlei Agenda oder Ambitionen, da zu sein», sagte der Präsident von Paris Saint-Germain, Nasser Al-Khelaifi aus Katar, nach Angaben der Nachrichtenagentur AP.
Er ist zudem Chef der Vereinigung European Football Clubs (EFC) und äußerte sich am Rande des jährlichen Mitglieder-Treffens in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. «Ich denke nicht, dass ich der Richtige bin für die Position und ich möchte auch nicht. Ich genieße, was ich tue», sagte der Chef von Champions-League-Sieger PSG. «Ich denke, die FIFA ist nichts für mich. Danke.»
Der 56 Jahre alte Infantino war unter anderem wegen der WM-Investorenpläne im Sommer massiv unter Druck geraten, auch sein Führungsstil ist von Teilen der Fußball-Welt scharf kritisiert worden. Er hatte darauf zuletzt reagiert und seinen Gegnern erstmals Gespräche über mögliche Reformen in der FIFA angeboten.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zählt zu den führenden Kritikern Infantinos. Er selbst hat eine Kandidatur als FIFA-Präsident aber auch ausgeschlossen. In einer Rede an die Club-Vertreter sagte Ceferin, ohne Infantinos Name zu erwähnen: «Im Fußball gibt es keinen Bedarf für Kaiser.»
