Als Liverpool-Trainer lieferte sich Jürgen Klopp mit Pep Guardiola und Manchester City große Duelle. Nun droht City die Aberkennung von Titeln. Der Bundestrainer äußert sich dazu.
München/Manchester (dpa) –
Bundestrainer Jürgen Klopp hat inmitten des Finanzskandals um Manchester City anerkennend vom Verein und dessen ehemaligen Trainer Pep Guardiola während der gemeinsamen Zeit in der Premier League gesprochen. Konkret zu dem Sachverhalt äußerte sich der einst beim FC Liverpool angestellte 59-Jährige nicht.
«Mein Respekt vor Pep Guardiola und dem Fußball in City in der Zeit, in der wir gegeneinander gespielt haben und was für ein Gegner die für uns auf höchstem Niveau waren, ist viel zu groß, als dass ich jetzt hier was sagen könnte», sagte Klopp.
Er äußerte sich auf der Abschluss-Pressekonferenz vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League gegen Serbien am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) in München auf Nachfrage zu den Vorwürfen gegen den einstigen Rivalen.
In seiner Zeit als Trainer des FC Liverpool von 2015 bis 2024 war Klopp mit seiner Mannschaft einer der schärfsten Rivalen von Guardiolas Manchester City in der Premier League. Der Spanier hatte nach der vergangenen Saison nach zehn Jahren seinen Posten bei City abgegeben.
Manchester City war am Dienstag von einer unabhängigen Kommission in allen Anklagepunkten wegen Verstößen gegen die Finanzregeln der Premier League zwischen den Spielzeiten 2009/10 und 2017/18 für schuldig befunden worden. Der Club weist die Vorwürfe zurück. Er hat Zeit, Berufung einzulegen.
Nachträgliche Titel für Liverpool interessieren Klopp nicht
City muss mit schweren Sanktionen rechnen. Das Strafmaß reicht von einem massiven Punkteabzug, der Aberkennung von Titeln bis hin zum Ausschluss aus der Premier League.
Bei einer Aberkennung von Titeln könnte nachträglich auch der FC Liverpool profitieren. Doch das interessiert Klopp nach eigener Aussage nicht. «Es ist nicht so, dass ich das bräuchte, dass ich dann ein paar Mal mehr englischer Meister war. Ich bin mit dem, was da passiert ist, was wir erreicht haben, komplett fein», sagte er.
Britischer Premier Burnham: Keine Vorverurteilung
Der Skandal um Manchester City beschäftigt mittlerweile auch den britischen Premierminister Andy Burnham. Der Labour-Politiker warnte davor, den Club vorzuverurteilen. «Ich finde es nur richtig, dass Manchester City und seine Fans die Möglichkeit haben, die Situation weiterhin anzufechten, wenn sie sie für unfair halten», sagte er.
Vor seinem Amtsantritt als Premierminister war der 56-Jährige von 2017 bis 2026 Bürgermeister der Region Greater Manchester.
