Vor neun Monaten riss bei FCK-Stürmer Ivan Prtajin die Achillessehne. Bei seinem ersten Einsatz nach langer Pause brauchte er im DFB-Pokal nur sechs Minuten für ein ganz besonderes Comeback.
Hannover (dpa) –
Ivan Prtajin vom 1. FC Kaiserslautern hat im DFB-Pokal eines der spektakulärsten Comebacks dieses Fußball-Jahres hingelegt. Neun Monate lang fehlte der 30 Jahre alte Kroate wegen eines Achillessehnenrisses. Beim 2:0 (1:0)-Sieg bei Hannover 96 wurde er zum ersten Mal wieder eingewechselt – und köpfte nur sechs Minuten später das entscheidende zweite Tor (86.). Nahezu die komplette Mannschaft des FCK lief danach jubelnd zu ihrem lange vermissten Torjäger.
«Das ist verrückt. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach glücklich», sagte Prtajin hinterher. «Danke Gott, danke jedermann: den Medizinern, dem Staff, den Fans, dem Team. In den neun Monaten hat mich jeder unterstützt.»
Der Stürmer erlitt die schwere Verletzung am 31. Januar beim Zweitliga-Spiel gegen den späteren Aufsteiger SV Elversberg. Bei den beiden vergangenen Partien gegen den VfL Bochum (2:0) und den 1. FC Nürnberg (1:0) gehörte Prtajin zum ersten Mal wieder zum Kader des FCK. Zum Comeback kam es aber erst, als sein Trainer Torsten Lieberknecht ihn in Hannover in der 80. Minute einwechselte.
«Die ganze Mannschaft freut sich für ihn»
«Es sah einfach aus, aber nach den neun Monaten ist das nicht so einfach», sagte der frühere Bundesliga-Stürmer von Union Berlin. «Das war erst das erste Spiel. Ich brauche noch zwei, drei Spiele, damit es wieder wirklich perfekt wird.»
Seine Teamkollegen waren hinterher hörbar bewegt. «Krass», nannte Leon Robinson dieses Comeback. «Die ganze Mannschaft freut sich für ihn.»
Und auch Torwart Julian Krahl meinte: «Ivan hat eine brutale Qualität – auch menschlich. Er ist ein Gewinnertyp, der will immer, der gibt Gas und das tut uns extrem gut. Ich freue mich riesig für ihn, dass er noch dieser langen Leidenszeit wieder kommt und Ivan-Prtajin-Sachen macht!»
