Er wollte angeln, wo es derzeit verboten ist. Und er überlebte es nicht. Der Vater des russischen NHL-Profis Andrei Kusmenko wurde von einem Bären angegriffen und starb an den Kopfverletzungen.
Pittsburgh (dpa) –
Der russische Eishockey-Profi Andrei Kusmenko trauert um seinen Vater – der 62-Jährige überlebte einen Bärenangriff während eines Angelausflugs in Sibirien nicht. Sohn Andrei (30) ließ sich von den Pittsburgh Penguins in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL umgehend beurlauben und machte sich auf den Weg nach Russland.
«Unsere tiefsten Gedanken und unser Mitgefühl gelten der Familie Kusmenko und ihren Angehörigen, die um den Verlust von Alexander trauern. Wir bitten darum, die Privatsphäre von Andrei und der Familie Kusmenko in dieser Zeit zu respektieren», sagte Pittsburghs General-Manager Kyle Dubas. Kusmenko hatte am Vormittag noch mit der Mannschaft trainiert, am Nachmittag flog er nach Moskau.
Verbot wegen sich häufender Begegnungen mit Bären
Der Vater von Kusmenko starb nach Behördenangaben in der Republik Tuwa an der mongolischen Grenze an den Folgen des Bärenangriffs. Trotz Verbots wegen sich häufender Begegnungen mit Bären hatte sich eine Gruppe von insgesamt sieben Touristen auf die Angeltour am Fluss Jenissej begeben. Der Bär biss dabei den Angaben zufolge Alexander Kusmenko ins Gesicht. Alle Rettungsversuche blieben erfolglos, er starb im Krankenhaus. Laut den Penguins war Kusmenkos Vater selbst angesehener Eishockeytrainer Russlands.
Sein Sohn spielt erst seit dem 1. Juli für die Penguins, zuvor hatte er bei den Los Angeles Kings unter Vertrag gestanden.
