Keine Angst vor dem Olympiasieger: Deutschlands Eishockey-Frauen gehen unbekümmert ihr erstes Olympia-Viertelfinale überhaupt gegen Kanada. «Dass es schwer werden wird, ist uns bewusst. Aber wir gehen in das Spiel, um zu gewinnen», sagte Kapitänin Daria Gleißner vor dem ungleichen Duell am Samstag (16.40 Uhr/ARD und Eurosport) und Torhüterin Sandra Abstreiter meinte: «Jeder erwartet, dass Kanada gewinnt. Da müssen wir überraschen.»
Unklar, ob Kanadas Star Poulin spielen kann
Unklar ist noch, ob die beste Eishockeyspielerin der Welt wieder für Kanada auflaufen kann. Abstreiters Club-Kollegin Marie-Philip Poulin von Montreal Victoire hatte sich beim 5:1 gegen Tschechien verletzt und die weiteren Vorrundenspiele gegen die USA (0:5) und Finnland (5:0) verpasst. Kanadas Coach Troy Ryan zeigte sich vor dem Wochenende verhalten optimistisch.
Ob mit oder ohne Poulin: Kanada ist am Samstag klarer Favorit. «Letztendlich haben wir nichts zu verlieren. Es kann nur gut für uns ausgehen, egal, wie es ausgeht», sagte Laura Kluge, die wie Abstreiter in der nordamerikanischen Profiliga PWHL spielt. Die Stürmerin von Boston Fleet führte auch nach der Vorrunde die Scorerwertung des gesamten Turniers an. «Wenn man nicht dran glaubt, dann hat man schon verloren», sagte Kluge zum Spiel.
Die Frauenauswahl des Deutschen Eishockey-Bundes hofft auch auf Unterstützung durch das Männerteam, das unmittelbar zuvor in derselben Halle das Vorrundenspiel gegen Lettland (12.10 Uhr/ARD und Eurosport) austrägt. «Das wäre schon schön», sagte Abstreiter.

