Dart

Darts-Profi Schindler im EM-Halbfinale – Littler scheitert

Martin Schindler jubelt bei der EM in Dortmund.
Martin Schindler jubelt bei der EM in Dortmund. – Bernd Thissen/dpa

Nijman, Wattimena, Clayton: Martin Schindler wirft bei der Darts-EM in der Westfalenhalle einen Topspieler nach dem anderen raus. Sein größter Titelrivale ist hingegen sensationell ausgeschieden.

Dortmund (dpa) –

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Martin Schindler ist mit einer überragenden Leistung unerwartet ins Halbfinale der Darts-EM gestürmt und hat für den größten Erfolg seiner Karriere gesorgt. Der 30-Jährige besiegte am Nachmittag in Dortmund den walisischen Mitfavoriten Jonny Clayton dominant mit 10:1 und trifft am Abend (20.00 Uhr/Sport1 und DAZN) auf den Polen Krzysztof Ratajski, der sensationell mit 10:6 gegen Weltmeister Luke Littler aus England gewann.

Littler führt die Weltrangliste mit riesigem Vorsprung an und galt als klarer Favorit auf den EM-Titel in Dortmund. Es ist die letzte große Trophäe, die dem 19-Jährigen noch fehlt. Doch weil der Engländer im Viertelfinale zu Beginn mit 2:8 zu weit in Rückstand geriet, schied er überraschend schon aus.

Schindler ist nach Max Hopp im Jahr 2018 der zweite deutsche Profi, der bei dem wichtigen Major-Turnier die Runde der letzten Vier erreicht. Hopp, inzwischen in der Westfalenhalle als TV-Experte auf der Bühne zu sehen, verlor damals knapp mit 10:11 gegen Englands James Wade.

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Starke EM nach schwachem Jahr

Deutschlands Nummer eins legte gegen den Weltklasse-Mann aus Wales stark los und ging mit einem 4:1 in Führung, nachdem er seine ersten vier Pfeile auf Doppel allesamt verwandelt hatte. Auf der EM lag für Schindler lange ein Fluch – bei seinen ersten fünf Teilnahmen holte er keinen einzigen Sieg. Diesmal gelangen derer gleich drei, vor Clayton hatte er auch die Niederländer Wessel Nijman (6:5) und Jermaine Wattimena (10:4) besiegt.

In Dortmund wuchs Schindler beinahe über sich hinaus und leistete sich quasi keine Fehler. Zum Turnierbeginn am Freitag hatte er noch über seine vielen Misserfolge im Jahr 2026 gesprochen. «Es tut gut, über schlechte Erfahrungen, über schlechte Gefühle, über schlechte Erlebnisse zu reden», sagte der Strausberger. Diesmal spielte er schlicht exzellent und ließ Clayton quasi keine Chance.

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Der zweite deutsche Starter Niko Springer hatte am Freitag mit 3:6 gegen Clayton verloren. Vor Schindler schafften es der topgesetzte Engländer Ross Smith (10:6 gegen Landsmann Luke Woodhouse) und Gerwyn Price aus Wales (10:3 gegen den Engländer Stephen Bunting) ins Halbfinale.