Eine Bundesliga-Premiere: Zum ersten Mal richten die Männer von Borussia Düsseldorf und die Frauen des TTC Berlin Eatside einen gemeinsamen Tischtennis-Spieltag aus.

Das gab es in der Tischtennis-Bundesliga noch nie: Zum ersten Mal haben der deutsche Männer-Rekordmeister Borussia Düsseldorf und der deutsche Frauen-Rekordmeister TTC Berlin Eastside ihre Heimspiele zusammen in einer Halle ausgerichtet. Im Berliner Sportforum Hohenschönhausen besiegte Eastside zunächst den ESV Weil mit 6:0. Am Nachmittag schlugen die Düsseldorfer den Pokalfinalisten TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell mit 3:1.

«Wir gehen nach Berlin, weil Berlin ein tolles Tischtennis-Umfeld hat», sagte Timo Boll. Der Rekord-Europameister spielte von 2006 bis 2025 für die Borussia und war im Sportforum als deutscher Tischtennis-Botschafter dabei. Tischtennis sei in Berlin «einfach sehr hip und die Outdoor-Tischtennis-Szene unheimlich im Kommen. Da springen mit Sicherheit auch sehr viele Talente herum. Die wollen wir natürlich einfangen, fördern und für uns gewinnen.»

Zuschauerboom durch chinesischen Olympiasieger

Ein weiterer Grund für diesen Doppelspieltag ist das große Gefälle zwischen beiden Bundesligen. Bei den Männern hat die Verpflichtung des Olympiasiegers Fan Zhendong (1. FC Saarbrücken) in dieser Saison einen Zuschauerboom ausgelöst. Die Berlinerinnen tragen ihre Heimspieler in der Regel nur vor 200 bis 300 Fans. Für den «Champions-Doppelpack» am Sonntag hatten beide Clubs aber schon vorher mehr als 1500 Eintrittskarten verkauft.

Tische und Hallenboden für diesen Doppelspieltag ließen die Düsseldorfer nach Berlin transportieren. «Ich sehe kurzfristig noch keine gemischten Mannschaften in der Bundesliga», sagte Borussia-Manager Andreas Preuß. «Aber wir hätten wahrscheinlich nicht den Timo Boll oder keine Nina Mittelham in Deutschland, wenn Tischtennis nur ein Einzelsport wäre. Also müssen wir uns für den Mannschafts-Spielbetrieb einsetzen, die Damen- und die Herren Bundesliga weiterentwickeln und vielleicht irgendwann zueinander führen.»