Die deutschen Curler feierten einen immens wichtigen Sieg gegen Schweden.

Die deutschen Curling-Männer haben ihre Chancen auf den Halbfinal-Einzug bei den Olympischen Winterspielen wieder etwas verbessert. Das Team um Kapitän Marc Muskatewitz gewann das so wichtige Duell mit Titelverteidiger Schweden mit 7:3 und schob sich damit wieder ein Stück näher an die ersten vier Tabellenplätze heran.

Im zehnten und letzten Durchgang sorgte Johannes Scheuerl kurz für Aufsehen, als er zwei Steine leicht mit dem Fuß berührte und ausrutschte. Die beiden Teams sprachen miteinander, letztlich wurden die Steine wieder um wenige Zentimeter in ihre ursprünglichen Positionen zurückgeschoben. «Ich bin ein bisschen hängen geblieben», sagte Scheuerl. «Curling ist ein Gentlemen-Sport.» Die Schweden hätten das kleine Malheur «super aufgenommen». In den vergangenen Tagen hatte es im olympischen Curling-Turnier wegen Schummelvorwürfen einige für den Sport ungewöhnliche Debatten auf dem Eis gegeben.

Zuvor hatte es in der Partie bereits eine kleine technische Panne gegeben. Das rote Licht am Stein ging nicht aus, obwohl Felix Messenzehl ihn ordnungsgemäß losgelassen hatte. «Es war ein technischer Defekt», erklärte der 22-Jährige. Die Schweden hätten ihm direkt gesagt, er solle den Stein noch mal spielen.

Am Dienstag gleich zweimal im Einsatz

Nach sechs von insgesamt neun Vorrundenspielen steht die Auswahl von Bundestrainer Uli Kapp bei drei Siegen und drei Niederlagen. Nachdem sie am Wochenende gegen die USA und Großbritannien verloren hatten, zeigten die Deutschen mit dem Erfolg gegen Schweden die dringend benötigte Reaktion. Am Dienstag sind sie gleich zweimal im Einsatz – morgens gegen Tschechien (9.05 Uhr) und abends gegen die Schweiz (19.05 Uhr).

Insgesamt zehn Mannschaften spielen in Cortina d’Ampezzo um die Medaillen. In der Vorrunde trifft jeder auf jeden, für die besten vier Teams geht es danach im Halbfinale weiter. Die deutschen Curler sind erstmals seit zwölf Jahren wieder bei Winterspielen dabei. 2024 wurden sie in Finnland Europameister.