Finnland legte erfolglos Protest gegen das Sprint-Ergebnis der Männer ein. (Archivbild)

Finnlands Protest gegen die Wertung des olympischen Männer-Langlaufsprints bleibt erfolglos. Wie der Weltverband Fis auf Anfrage mitteilte, sind die Fristen für einen möglichen Einspruch abgelaufen und damit nach ihrer Auffassung nicht mehr zulässig.

Die Finnen hatten zwei Vorfälle, die Norwegen und die USA betrafen, beim Sprint-Wettkampf am Dienstag moniert. Es gewann Norwegens Superstar Johannes Høsflot Klæbo vor Ben Ogden (USA) und seinem Teamkollegen Oskar Opstad Vike, dahinter landete der Finne Lauri Vuorinen. Der finnische Skiverband und das Nationale Olympische Komitee warfen dem Weltverband vor, gegen seine eigenen Regeln und das Fair-Play-Prinzip verstoßen zu haben.

Fristen für Protest abgelaufen

Wie der Weltverband nun mitteilte, hätte ein Protest gegen einen anderen Athleten oder dessen Ausrüstung spätestens 15 Minuten nach Veröffentlichung der inoffiziellen Ergebnisse eingelegt werden müssen. Der finnische Protest erfolgte aber erst am Samstag. Zudem sei auch die Frist für die Einlegung einer Berufung gegen eine Jury-Entscheidung – spätestens 48 Stunden nach Veröffentlichung der offiziellen Ergebnisse – inzwischen abgelaufen.

Bei dem Rennen hatte die Fis dem norwegischen Serviceteam eine Ausnahmegenehmigung erteilt, einen Wachskessel während des Sprint-Vorlaufs im Servicebereich zu nutzen. Das ist eigentlich nicht erlaubt. Die anderen Nationalteams wurden von der Fis nicht über diese Möglichkeit informiert. Zudem hatte das US-Team eine verbotene Flüssigkeit in den Servicebereich mitgebracht. Die Fis entschuldigte sich in diesem Fall später für ihr Vorgehen und räumte einen Fehler ein.

Der deutsche Langlauf-Teamchef Peter Schlickenrieder hatte mit deutlichen Worten reagiert. «Das ist meiner Meinung nach ein ganz klares Versagen der Fis-Verantwortlichen – zum wiederholten Male», sagte der 55-Jährige mit Blick auf den Weltverband.