Zuerst stehen sich nur zwei Spieler Kopf-an-Kopf gegenüber, dann folgen wilde Szenen. Beim Sieg von Eastern-Conference-Spitzenreiter Detroit Pistons bei den Charlotte Hornets flogen auch die Fäuste. Vier Basketball-Profis und später auch noch der Coach der Gastgeber wurden letztlich vom NBA-Spiel ausgeschlossen, das die Pistons mit 110:104 gewannen.
«Und dann eskalierte die Situation einfach»
«Es sah so aus, als wären zwei Männer in eine hitzige Diskussion verwickelt. Und dann eskalierte die Situation einfach», sagte Charlotte-Coach Charles Lee. Bei einem Wurfversuch wurde Pistons-Profi Jalen Duren im dritten Viertel gefoult von Moussa Diabaté.
Die beiden standen sich gegenüber und Duren wischte dem Gegner durchs Gesicht. Danach gab es kaum mehr ein Halten, auf dem Parkett spielten sich tumultartige Szenen ab. «Die Emotionen kochten hoch», sagte Duren: «Letztlich möchten wir uns gerne auf den Basketball konzentrieren, aber solche Dinge passieren nun einmal.»
Hornets-Trainer muss auch noch raus
Sicherheitskräfte eilten herbei und versuchten, die Lage wieder zu beruhigen. Selbst Polizisten mussten kurz einschreiten. Neben den beiden Zoffverursachern wurden zwei weitere Spieler, jeweils einer von Detroit und einer von Charlotte, vom Platz gestellt. Im Schlussviertel erwischte es dann auch noch Hornets-Trainer Lee, der zurückgehalten werden musste, um nicht auf die Schiedsrichter loszugehen.
Kollege J.B. Bickerstaff stellte sich vor seine Spieler. «Sie waren nicht diejenigen, die angefangen haben, sie waren nicht diejenigen, die heute Abend die Grenze überschritten haben», sagte er: «Ich finde es schade, dass es so hässlich geworden ist.»

