Nach dem Bundesliga-Topspiel in München ist es zwischen Hoffenheims Fußballtrainer Christian Ilzer und Schiedsrichter Tobias Stieler noch auf dem Rasen zu einem längeren verbalen Austausch gekommen. Nach dem 5:1 für den FC Bayern waren sie uneins über die Schlüsselszene in der 18. Minute, bei der Stieler nach einem Zweikampf zwischen Bayern-Profi Luis Díaz und Kevin Akpoguma auf Elfmeter und Rot gegen den Hoffenheimer Verteidiger entschieden hatte. In Unterzahl verlor der Tabellendritte dann deutlich.
«Alternativlos» oder «Fehlerentscheidung»?
Stieler verteidigte seine Entscheidung nach dem Spiel beim Streamingdienst DAZN und nannte sie «alternativlos». Für den Schiedsrichter war es «ein Haltevergehen» von Akpoguma gegen Díaz, der im Strafraum «in der besseren Position» gewesen sei. Der Bayern-Angreifer habe eine Torchance gehabt.
Ilzer sprach dagegen später in der Pressekonferenz von «einer klaren Fehlentscheidung» und urteilte: «Es war überhaupt kein Foulspiel.» Über den Inhalt des längeren Dialogs mit Stieler nach dem Schlusspfiff mochte der Hoffenheimer Coach jedoch nichts verraten: «Das bleibt unter uns.»
TSG-Coach trennt Leistung und Ergebnis
Der Österreicher ließ aber keinen Zweifel daran, dass die Szene für ihn ein Knackpunkt war. «75.000 Menschen haben sich im Stadion auf ein Topspiel hier gefreut. Für die tut es mir ein bisschen leid, dass es dieses Unterzahlspiel geworden ist», sagte er.
Ilzer lobte seine Mannschaft für die in Unterzahl gezeigte Leistung. «In allen Bereichen, die wir kontrollieren können, muss ich den Hut ziehen vor meiner Mannschaft.» Er wolle «Ergebnis und Leistung trennen», sagte Ilzer: «Ich bin überzeugt, dass uns diese Niederlage gewaltig voranbringt.»

