Olympiasieger Vincenz Geiger muss sich knapp geschlagen geben.

Zum Auftakt des prestigeträchtigen Seefeld-Triples hat das deutsche Team in der Nordischen Kombination die Podestplätze verpasst. Bei der Olympia-Generalprobe der Männer landete Vincenz Geiger auf Rang vier, Nathalie Armbruster schrammte ebenfalls als Vierte knapp am Podium vorbei.

Olympiasieger Geiger hatte als Laufzweiter nach dem Massenstart eine sehr gute Ausgangsposition. Doch auf der Schanze kam er nur auf 100,5 Meter und verpasste Rang drei um lediglich 1,4 Punkte. Zum Sieger Johannes Lamparter fehlten Geiger auch nur 5,8 Zähler. Der österreichische Gesamtweltcupführende verwies mit 0,5 Punkten Vorsprung seinen Teamkollegen Stefan Rettenegger auf Rang zwei, dahinter folgte der Norweger Andreas Skoglund.

Zweitbester Deutscher wurde der nicht für die Winterspiele nominierte Wendelin Thannheimer als Sechster. Die Olympia-Starter Julian Schmid und Johannes Rydzek mussten sich mit den Plätzen zwölf und 14 zufriedengeben.

Kombiniererinnen protestieren erneut

Titelverteidigerin Armbruster, die in den vergangenen beiden Wochen mit einem grippalen Infekt zu kämpfen hatte, fehlten zum Podest lediglich fünf Punkte. Die 20-Jährige hatte den Lauf als Vierte beendet. Aber bereits im Training und Probedurchgang hatte die immer noch leicht angeschlagene Gesamtweltcupsiegerin Probleme mit ihren Sprüngen. Auch im Wettkampf reichte es nur zu 93,5 Meter. 

Ihren ersten Weltcupsieg sicherte sich die US-Amerikanerin Alexa Brabec. Sie verwies die Slowenin Ema Volavsek und die Gesamtweltcupführende Hagen aus Norwegen auf die weiteren Podestplätze. Jenny Nowak wurde 14. Rang, Ronja Loh und Trine Göpfert kamen auf die Ränge 17 und 19.  

Weil sie bei den Olympischen Winterspielen in Italien nicht zugelassen sind, ist das Seefeld-Triple der Saisonhöhepunkt für die Kombiniererinnen. Sie protestierten erneut gegen ihre Nichtberücksichtigung. «Ich denke, es gibt nur eine richtige Entscheidung, wenn man sich die Wettkämpfe hier anschaut», sagte Armbruster in Richtung des Internationalen Olympischen Komitees.