Edin Dzeko klatschte in Richtung Nordkurve und bedankte sich nach seinem starken Debüt für die Unterstützung der Fans. Der 39 Jahre alte neue Schalke-Star trug sich gleich in seinem ersten Spiel für die Gelsenkirchener in die Geschichtsbücher der zweithöchsten deutschen Spielklasse ein. Dzeko traf beim 2:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern technisch überragend zum zwischenzeitlichen Anschluss und ist jetzt der älteste Torschütze der 2. Fußball-Bundesliga.
Dzeko lobt Charakter der Mannschaft
Weil auch Schalke-Kapitän Kenan Karaman in der 90. Minute noch ein Tor erzielte, rettete der Tabellenführer in einer spektakulären Schlussphase nach einem Zwei-Tore-Rückstand immerhin noch einen Punkt. «Das fühlt sich fast wie ein Sieg an», sagte Dzeko, der in der 87. Minute die Aufholjagd eingeleitet hatte, bei Sky. «Die Mannschaft hat einen sehr guten Charakter gezeigt.»
Auch Karaman ist von seinem neuen Mitspieler begeistert. «Ein großartiger Spieler mit einer großen Karriere», sagte der 31-Jährige. «Er wird uns sehr helfen mit seiner Erfahrung und mit seiner großen individuellen Klasse.»
Noch kein Sieg 2026
Das deutete Dzeko schon in der ersten halben Stunde für Schalke an. «Den Punkt nehmen wir heute gerne mit», sagte Karaman. «Wir hatten das Spiel gefühlt schon verloren.»
Schalke bleibt Tabellenführer, wartet aber auch nach dem zweiten Ligaspiel des Jahres auf den ersten Sieg 2026. Die Gelsenkirchener haben 39 Punkte und damit zwei mehr als der erste Verfolger SV Darmstadt 98. Paderborn auf Rang drei hat 36 Zähler. Auch Kaiserslautern auf Platz sechs mit 31 Punkten ist noch Teil des engen Aufstiegsrennens.
Dzeko muss zunächst warten
«Wir wollen mit dem ersten gespielten Ball das ganze Stadion mitnehmen und zeigen, dass Schalke in dieser Saison zu Hause als Macht auftritt», hatte Trainer Miron Muslic vor dem Spiel gesagt. Das sollte seine Mannschaft zunächst ohne Dzeko tun. Der spätere Torschütze nahm vor 62.077 Zuschauern in dicker, blauer Jacke auf der Bank Platz.
FCK-Joker trifft sofort nach seiner Einwechslung
Von Beginn an entwickelte sich eine von hohem Einsatz und intensiven Zweikämpfen geprägte Partie. Spielerischen Glanz sahen die Zuschauer nicht. Gejubelt hätten sie trotzdem fast früh. Einen stark platzierten Kopfball von Hasan Kurucay lenkte FCK-Torwart Julian Krahl per Glanztat noch gerade so über die Latte. Auf der Gegenseite verhinderte Schalke-Keeper Loris Karius gegen Mika Haas das 0:1.
Nach dem Seitenwechsel feierten dann die Gäste. Sekunden nach seiner Einwechslung traf Ivan Prtajin (61.) per Kopf. Nach dem zweiten Treffer des Jokers (84.) schien die Partie entschieden. Doch nicht mit Dzeko.
Muslic bringt Dzeko
Der unter dem Jubel der Fans in der 67. Minute eingewechselte einstige Bundesliga-Torschützenkönig und deutsche Meister mit dem VfL Wolfsburg von 2009 war sofort ins Spiel eingebunden. Immer wieder wurde Dzeko von seinen Mitspielern gesucht. Der Bosnier machte Bälle gut fest oder leitete sie weiter.
Bei seinem Tor, vor dem er sich auf engstem Raum stark durchsetzte, zeigte er, was er noch drauf hat. Das soll für Schalke ein entscheidendes Plus im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr sein.

