Möchte auch bei Olympia 2032 noch das deutsche Handball-Tor hüten: Andreas Wolff.

Torwart-Titan Andreas Wolff denkt noch lange nicht an ein Karriereende und möchte auch mit über 40 Jahren noch für die deutsche Handball-Nationalmannschaft spielen. «Unser Athletiktrainer Simon Overkamp versucht mir Trainingspläne zu erstellen bis zu Olympia 2032 in Brisbane. Ich plane absolut nicht, in den nächsten Jahren aufzuhören», verkündete Wolff vor dem EM-Hauptrundenauftakt der DHB-Auswahl gegen Portugal am Donnerstag (15.30 Uhr/ARD/Dyn) in Herning.

Wolff ist mit 190 Länderspielen der Erfahrenste im deutschen EM-Team und gilt als einer der besten Torhüter der Welt. Mit Deutschland gewann er vor zehn Jahren den EM-Titel und insgesamt zwei olympische Medaillen – Bronze 2016 in Rio de Janeiro und Silber 2024 in Paris. 

Trotz seines Alters hat der 34-Jährige noch viel vor. «Ich habe schon mit einem Torhüter zusammengespielt, der noch in seinen Vierzigern bei Olympia gespielt hat. Ich halte mich für einigermaßen fit und denke nicht ans Aufhören», bekräftigte Wolff seine langfristigen Pläne.

Teamkollegen trauen Wolff noch lange Karriere zu 

Für seine Auswahlkollegen käme es nicht überraschend, wenn Wolff im Sommer 2032 mit dann 41 Jahren immer noch dabei wäre. Zumal im selben Jahr auch eine Heim-EM ansteht. «Ich traue dem Mann sehr viel zu und kann mir Olympia in Brisbane schon gut vorstellen. Wenn das passieren sollte, ist das schon beeindruckend und krass», sagte Kreisläufer Justus Fischer.

Auch Linksaußen Rune Dahmke, der mit Wolff beim deutschen Rekordmeister THW Kiel zusammenspielt, hält das Ziel des Torhüters für realistisch. «Er sagt regelmäßig, dass er am liebsten bis 40 plus spielen würde. Bei dem Kopf und Ehrgeiz traue ich ihm das auch zu. Mit der Arbeitsethik, die er tagtäglich an den Tag legt, ist das vorstellbar», sagte Dahmke. 

Zunächst gilt der Fokus von Wolff aber der schweren EM-Aufgabe gegen Dänemark-Bezwinger Portugal. «Sie haben aller Welt gezeigt, wozu sie in der Lage sind», sagte der Torwart-Routinier über den Rivalen. «Aber auch wir haben sehr viel Potenzial. Das gibt Hoffnung für die kommenden Spiele.»