Mit Lichtinstallationen an markanten Bauwerken und einer Kampagne mit prominenten Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Sportwelt hat Nordrhein-Westfalen das Startsignal für die Bewerbung der Region «KölnRheinRuhr» um Olympische und Paralympische Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 gegeben.
Drei Monate vor den geplanten Ratsbürgerentscheiden wollen Land, Kommunen und Sportorganisationen für ein positives Votum in der Bevölkerung werben. Rund vier Millionen Menschen sind am 19. April dazu aufgerufen, in den 17 bei einer möglichen Ausrichtung des Großereignisses beteiligten Städten und Kommunen über die Bewerbung für die Ausrichtung der Spiele abzustimmen.
Lichtinstallationen in vier Städten
«Nordrhein-Westfalen macht Deutschland und der Welt das Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele mit Zuschauerrekorden vor Rekordkulissen», sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der in der Lanxess-Arena in Köln bei einer Pressekonferenz den Startschuss für die Kampagne gab.
Für Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum sollen Licht-Video-Installationen des Bielefelder Künstlers Hans-Christoph Mücke in vier Städten sorgen. Diese sind an vier Tagen abends am Römisch-Germanischen Museum in Köln sowie jeweils am Montagabend für mehrere Stunden bis in die Nacht am Dortmunder «U», an der Zeche Zollverein in Essen und am Düsseldorfer Schauspielhaus zu sehen.
Prominente Unterstützer aus dem Sport
Daneben soll sich ein prominent besetztes Team aktiv in die NRW-Bewerbung einbringen und mit ihrer Expertise Impulse geben. Dazu gehören der Fußball-Weltmeister Christoph Kramer, der Para-Leichtathlet Markus Rehm, die Olympiasiegerin und Spitzensportfunktionärin Britta Heidemann, die Dressurreiterin Isabell Werth sowie Ex-Ministerpräsident Peer Steinbrück.
Die Ratsbürgerentscheide im April werden ausschließlich per Briefwahl durchgeführt. Je nach Größe der Kommune ist ein Quorum von zehn bis 20 Prozent der Wahlberechtigten erforderlich. Ein positives Votum gilt als Voraussetzung für den weiteren Bewerbungsprozess auf nationaler Ebene.
Neben Nordrhein-Westfalen bewerben sich auch München, Berlin und Hamburg um eine mögliche deutsche Kandidatur für die Sommerspiele. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im Herbst 2026 entscheiden, welcher Bewerber Deutschland im internationalen Verfahren vertreten soll.

