Eintracht Frankfurts Rekordspieler Karl-Heinz Körbel führt das Aus von Trainer Dino Toppmöller beim Champions-League-Teilnehmer auch auf eine «extrem gestiegene Erwartungshaltung» bei den Hessen zurück. Der 71-Jährige richtet in der aktuellen Situation den Fokus nun ganz auf die Spieler. «Jetzt ist die Mannschaft gefordert», sagte Körbel am Sonntag beim Legends Cup des FC Bayern in München, wo Körbel mit Eintrachts Traditionsteam teilnahm.
«Alonso können wir nicht bezahlen»
Angesprochen auf den gerade bei Real Madrid als Chefcoach entlassenen Xabi Alonso als möglicher Nachfolger für Toppmöller, sagte Körbel: «Alonso können wir nicht bezahlen.» Die Eintracht hatte sich nach der Auftaktwoche im neuen Jahr mit nur zwei Punkten aus drei Spielen und jeweils drei Gegentoren vom 45 Jahre alten Toppmöller auf Tabellenplatz sieben getrennt.
«Ich war selbst Abwehrspieler. Wenn man so eine Phase hat, entwickelt sich eine Eigendynamik. Jetzt sind die Spieler gefordert», sagte der Bundesliga-Rekordspieler (602 Partien) zu dem massiven Abwehrproblem der Hessen.
«Vier, fünf Jahre ging es nur nach oben»
Jede Trennung von einem Trainer sei schwierig. «Vier, fünf Jahre ging es bei uns nur nach oben, sportlich und finanziell. Jetzt gibt es eine Phase, wo es nicht läuft, aber da kommen wir durch. Wir sind gut aufgestellt, weil wir ein gutes Team haben», sagte Körbel.

