Nach dem Galaauftritt von Andrej Kramaric und der TSG 1899 Hoffenheim strebt der Torjäger der Kraichgauer die Königsklasse an. «Wir wollten drei Punkte holen. Wir müssen ja Spiele gewinnen und Punkte holen, weil ganz klar die Champions League unser Ziel ist», sagte der kroatische Stürmer. Der 34-Jährige war nach dem 5:1 (4:0) gegen Borussia Mönchengladbach und seinen drei Toren sichtlich aufgewühlt.
«Ja, das ist schon wahnsinnig, sehr emotional für mich», sagte der WM-Zweite von 2018 als er – mit dem Spielball unter dem Arm – in der Interviewzone stand und es nur so aus ihm heraussprudelte. Seit zehn Jahren spielt Kramaric für Hoffenheim in der Bundesliga. Mit seinem 302. Einsatz kürte er sich zudem zum kroatischen Rekordhalter im Oberhaus.
«Ich bin kein Ronaldo, kein Messi, kein Harry Kane»
«Ich habe nie gedacht, dass ich hier zehn Jahre spielen werde und so eine Geschichte schreibe. Nicht nur hier in der TSG, auch allgemein in der Bundesliga», bilanzierte er strahlend und ergänzte: «Ich bin realistisch. Ich bin kein Ronaldo, kein Messi, kein Harry Kane. Aber ich bin sehr stolz auf mich persönlich, auf meine Familie und Freunde.»
Vor 20.750 Zuschauern in Sinsheim wirbelte Kramaric mit den Jungstars Tim Lemperle und Fisnik Asllani die Gladbacher nur so durcheinander. Sein erstes Tor erzielte er in der 22. Minute per Foulelfmeter, dann traf er aus kurzer Distanz und noch mit seinem sehenswerten Heber (45.+1/45.+4).
«Ich weiß, dass ich nicht bis 50 Jahre hier spielen werde und deswegen würde ich gerne diese Zeit nutzen», sagte er. «Einfach genießen auf dem Platz, das ist ein Traum für jeden Fußballspieler.» Der Vertrag von Kramaric läuft zum Saisonende aus, der Angreifer hat längst deutlich gemacht, dass er weitermachen möchte.

